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Herren NLA

28.10.2018

Der Cup 2018/19 geht ohne den UHC Uster weiter

Nichts zu bestellen hatte der UHC Uster im Cup-Achtelfinal gegen die Kantonsrivalen aus der Hauptstadt. Die Zürcher Oberländer mussten sich im heimischen Buchholz gegen die Zürcher Grasshoppers mit 4:8 geschlagen geben, wobei das Schlussresultat dem Heimteam sogar noch schmeichelt.

Das Fazit zum Beginn: Erstmals in der Saison 2018/19 hatte der UHC Uster nicht den Hauch einer Chance, ein positives Resultat einzufahren. Die defensiven Mängel aus dem Meisterschaftsspiel am Abend zuvor gegen die Kloten-Dietlikon Jets wurden nahezu nahtlos in dieses Cupspiel gegen den Grasshopper-Club mitgenommen. Nur stand diesmal nicht der elftplatzierte der Meisterschaft, sondern der aktuelle Tabellenleader als Gegner in der Halle. Diese agierten von Beginn an mit hohem Tempo und fanden viel zu oft eine freistehende Anspielstation vor dem Ustermer Tor. Bereits nach 104 Sekunden eröffnete Tobias Heller den GC-Torreigen. Sinnbild des Spiels war die Situation im Mitteldrittel, als die Ustermer zu einem zweiminütigen Überzahlspiel ansetzen konnten und die Hoppers 17 Sekunden später mittels Shorthander ihren bereits sechsten Treffer bejubeln konnten.

Viel zu oft wurde Nicolas Brütsch, der wie schon im Cup-1/6-Final gegen Laupen das Ustermer Tor hüten durfte, von seinen Mitspielern alleine gelassen. Aufgrund der zahlreichen Stadtzürcher Offensiv- und Abschlussszenen erhielt der trotzdem mehrmals die Gelegenheit, zu zeigen, was er drauf hat. Erst in der 50. Spielminute gelang Romano Schubiger der erste Torerfolg für das Heimteam. Dieser leitete eine Phase der beinahe vollkommenen Auflösungstendenz der Defensiven beider Mannschaften ein, wovon die Ustermer mit drei weiteren Treffern gegenüber nur noch einen bei den Hoppers mehr profitieren konnten. So bleibt als Resümee des Abends, dass die aktive Teilnahme von Joel Kanebjörk am gemeinsamen Einspielen vor dem Anpfiff das grösste Highlight aus Ustermer Sicht war. Die Premiere des Schweden im Ustermer Dress dürfte also nicht mehr in allzu weiter Ferne liegen.

An diesem Wochenende bereits wieder zurück auf dem Spielfeld war nach seiner langen Verletzungspause der Ustermer Florian Nideröst. «Ich bin noch nicht 100-prozentig fit. Nach fast vier Monaten ohne Unihockey konnte ich erst zwei Wochen trainieren. Ich muss vor allem konditionell noch zulegen und mich jetzt Schritt für Schritt wieder heranarbeiten.» Dass man an diesem Abend gegen die Stadtzürcher nichts zu bestellen hatte, gestand auch Nideröst ein. «Wir sind schlecht ins Spiel gekommen und dem Ball meist nur nachgerannt. Es scheint, als haben die Hoppers unsere Schwächen genau gekannt und sie eiskalt ausgenutzt.» Für das Nachtragsspiel vom kommenden Donnerstag in Thun ist die Devise klar: «Wir müssen in der eigenen Zone viel konsequenter sein, dürfen den Gegner nicht so einfach tief kommen lassen und müsse die Querpässe vor dem Tor unterbinden.»

 

UHC Uster : Grasshopper-Club Zürich 4:8 (0:2, 0:5, 4:1)

Buchholz, Uster. – Zuschauer: 387. – SR: Schmocker/Geissbühler. – Tore: 2. Heller (Laely) 0:1. 12. Zolliker (Zürcher) 0:2. 26. (25:47) Laubscher (Graf) 0:3. 27. (26:37) Rüegger (C. Meier) 0:4. 28. C. Meier (Mock) 0:5. 35. Rüegger (Laely) 0:6. 38. Pedolin (Wenk) 0:7. 50. (49:10) Schubiger (Suter) 1:7. 50. (49:20) D. Steiger (Julkunen) 1:8. 54. (53:20) Schubiger (Berweger) 2:8. 55. (54:17) Urner (Stäubli) 3:8. 57. Urner (Stäubli) 4:8. – Strafen: 1 mal 2 Minuten gegen Uster, 1 mal 2 Minuten gegen GCZ. – UHC Uster: Brütsch; Bolliger, Hurni; Heierli, Klauenbösch; Gallati; Savinainen, Juhola, Suter; Schubiger, Berweger, Stäubli; Urner, Kellermüller, Büsser; Holenstein; Nideröst, Schläpfer, Zimmermann. – 44. Lattenschuss Savinainen (Uster). 54. Lattenschuss Wenk (GCZ). Uster ohne Ledergerber, Kanebjörk und F. Steiger (alle verletzt).