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Herren NLA

17.12.2016

Die Fehler, die es nicht leiden mag

Das Saisonziel Playoffs droht noch vor dem Jahresende gefährlich in Schieflage zu geraten. Der UHC Uster verliert das Auswärtsspiel gegen Chur Unihockey diskussionslos mit 9:4. Grossen Anteil am Bündner Erfolg hatte wieder mal der frühere Ustermer Spieler Jan Binggeli.

Die Basis für die Niederlage im Bündner Hauptort legten die Gäste aus dem Zürcher Oberland bereits im ersten Drittel, als sie den Churer Spielern vor dem eigenen Tor jeweils viel zu viel Raum und Zeit gewährten, was die Gastgeber nicht weniger als vier Mal auszunutzen wussten. Mehr als einmal konnte Uster-Keeper Christoph Tschopp zwar den ersten Abschlussversuch parieren, jedoch liessen seine Vorderleute ihre Gegenspieler dann unbedrängt den Nachschuss verwerten.
Den frühen ersten Gegentreffer vermochte Oskar Henriksson zwar noch umgehend auszugleichen, nachdem Nicola Heierli den freistehenden Schweden mit einem präzisen Querpass bedient hatte. Auf die folgenden drei Churer Tore, bei denen der Ex-Ustermer Jan Binggeli als Bündner Topscorer zweimal die Hände mit im Spiel hatte, wussten die Zürcher Oberländer jedoch keine Antwort mehr.

Uster-Coach Simon Meier reagierte, indem er für das zweite Drittel David Holenstein anstelle von Tschopp ins Tor beorderte. Dieser schaffte es, sein Gehäuse zehn Minuten lang rein zu halten, auch weil er einen satten Schuss von Binggeli spektakulär abwehrte. Als er ein weiteres Geschoss Binggelis nur abprallen lassen konnte, stand für den Abstauber mit Remo Blumenthal halt wieder ein Churer unbedrängt vor dem Tor. Ärgerlich war dies für die Gäste vor allem, weil sie zuvor eine eigentliche Druckphase hatten aufsetzen können, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Als Florian Nideröst wegen eines Haltens auf der Strafbank sass, erhöhten die Bündnder vorentscheidend auf 6:1. Kam noch dazu, dass Silvan Bolliger verletzungsbedingt für das letzte Drittel passen musste.

Im abschliessenden Spielabschnitt bewiesen die Zürcher Oberländer immerhin noch, dass auch sie wissen, wie man den Ball ins Netz befördert. Bereits nach 41 Sekunden überlistete Manuel Hummer den Churer Goalie Christoph Reich mit einem lässigen Backhandschuss nach einem langen Pass von Tobias Ledergerber. Als Markus Kulmala in der 47. Minute ein Überzahlspiel zum dritten Ustermer Treffer ausnützen konnte, kam kurzzeitig fast wieder etwas Spannung auf, die Paolo Riedi mit dem siebten Churer Torerfolg schnell wieder eindämmte. Zwar konnte kurz darauf Florian Bolliger zum vierten Ustermer Treffer einnetzen, worauf Meier mit einem Timeout noch die Schlussoffensive lancieren wollte. Allerdings waren es die Bündner, die die Zügel wieder etwas anzogen mit zwei zusätzlichen Treffern keine weiteren Diskussionen mehr aufkommen liessen. Das neunte Tor viel übrigens wieder durch einen Abstauber…

Mit dieser Niederlage und dem gleichzeitigen Erfolg von Waldkirch-St. Gallen gegen Thun beträgt der Rückstand auf den anvisierten Playoffplatz bereits neun Punkte. Somit sind Punktgewinne im Sonntagsspiel auswärts bei Floorball Köniz eigentlich schon Pflicht, will man nicht Gefahr laufen, dass man das Saisonziel schon vor dem Jahreswechsel aus dem Auge verliert.

Chur Unihockey – UHC Uster 9:4 (4:1, 2:0, 3:3)
Gewerbliche Berufsschule, Chur. – 215 Zuschauer. – SR: Zgraggen/Müller.
Tore: 3. (2:55) Mayer (Torri) 1:0. 4. (3:47) Henriksson (Heierli) 1:1. 8. Binggeli (Aeschbacher) 2:1. 10. Blumenthal (Binggeli) 3:1. 18. Zellweger (Mayer) 4:1. 31. Blumenthal (Binggeli) 5:1. 37. Binggeli (Sipilä) 6:1. 41. Hummer (Ledergerber) 6:2. 47. (46:19) Kulmala (Hummer) 6:3. 47. (46:56) Aeschbacher (Binggeli) 7:3. 49. F. Bolliger (Hummer) 7:4. 53. Hirschi (Riedi) 8:4. 59. Riedi (Hirschi) 9:4.
Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Chur, 2 mal 2 Minuten gegen Uster. – UHC Uster: Tschopp (ab 20:00 Holenstein); Heierli, Gallati; F. Bolliger, Scherrer; Aellig, Steiger; Henriksson, Berweger, S. Bolliger; Nideröst, Kulmala, Hummer; Urner, Hafner, Suter; Ledergerber, Diem, Kellermüller. – 19. Pfostenschuss Chur. 50. Timeout Uster.