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Herren NLA

22.09.2018

Drei Punkte dank Startfurioso

Der UHC Uster bezwingt die Unihockey Tigers Langnau auswärts mit 4:2. Die Basis zum Sieg legten die Zürcher Oberländer im ersten Drittel, das sie mit 3:0 für sich entschieden.

Nach 20 gespielten Minuten hätte vermutlich niemand mehr sein Geld auf die Unihockey Tigers gesetzt. Phasenweise von Uster vorgeführt, hatte das Heimteam nichts zu melden gehabt. Die Zürcher Oberländer waren wacher im Kopf, schalteten nach Ballgewinn blitzschnell um, agierten trotzdem besonnen und ruhig am Ball und hatten mit Niko Juhola einen treffsicheren Stürmer in ihren Reihen. Einmal von halbrechts und einmal von halblinks traf der Finne jeweils trocken in die entfernte hohe Ecke. Dazwischen stibitzte Topscorer Suter den Ball hinter dem Langnauer Tor und verwandelte gedankenschnell zum 2:0. Juholas zweiten Treffer bereitete er vor mit einem sehenswerten Heber über die ganze Langnauer Abwehr hinweg. Und was war mit Langnau? Die Emmentaler fanden praktisch nicht statt und verzeichneten keine nennenswerte Torchance. Für Captain Simon Suter stand das dritte Tor sinnbildlich für die Verfassung der beiden Teams: «Uns gelang in dieser Phase einfach alles, während bei den Tigers die Verunsicherung mit Händen zu greifen war».

Ausgeglichenes Mitteldrittel
Das änderte sich im zweiten Durchgang. Das hohe Pressing Langnaus funktionierte besser und stellte Uster dann und wann vor Probleme: Ballverluste in der eigenen Zone führten zu einigen brenzligen Situationen vor Torhüter Holenstein, der lange alles hielt, was da geflogen kam, aber machtlos war bei Ruch’s Geschoss aus dem Slot nach 32 Minuten. Da hatte es allerdings bereits 4:0 aus Ustermer Sicht geheissen, denn Kellermüller hatte drei Minuten zuvor einen Abpraller verwertet. Und weil beide Teams einige weitere gute Möglichkeiten ausliessen, konnten die Zürcher Oberländer den Drei-Tore-Vorsprung ins Schlussdrittel mitnehmen.

Solide Defensive
Dort dauerte es nur elf Sekunden, bis Strohl einen Fehlpass von Steiger zum Langnauer Anschlusstreffer ummünzte. Das Spielgeschehen fand danach vermehrt in Usters Hälfte statt, doch klare Torchancen wussten die Gäste zu verhindern. Gleichzeitig verpassten die Zürcher Oberländer die frühe Siegsicherung: Etwa als Suter nach einem Konter nur den Pfosten traf (54.). Richtig brenzlig wurde es auch nicht, als die Emmentaler mit einem sechsten Feldspieler agierten kurz vor Schluss; Stäubli wurde nämlich regelwidrig gestoppt. Das hatte eine Zweiminutenstrafe zur Folge, womit Uster den Sieg sicher über die Zeit bringen konnte.

Der zweite Ustermer Sieg im dritten Spiel bestätigt die Fortschritte, die das Team gerade im letzten Jahr machte. «Unsere Verteidiger haben heute einen super Job gemacht, indem sie auch unter Druck kühlen Kopf bewahrten», lobte Simon Suter seine Kollegen in der Abwehr. Gleichzeitig könne man bereits den Einfluss von Joel Kanebjörk sehen, der viel Ballbesitz und damit Spielkontrolle anstrebe – ganz in schwedischer Tradition.

Verbesserungspotenzial sieht der Stürmer bei der Chancenverwertung: «Wir hatten gerade im Mitteldrittel einige Überzahlsituation, aus denen wir mehr Profit schlagen müssen.» Suter denkt dabei auch an den Gegner von heute Sonntag: «GC wird uns vermutlich ebenfalls unter Druck setzen wollen – da müssen wir die sich bietenden Räume konsequent ausnützen».

Tigers Langnau – UHC Uster 2:4 (0:3; 1:1; 1:0)
Espace-Arena Biglen. – 242 Zuschauer. – SR: Schmocker/Geissbühler. – Tore: 5. N. Juhola (K. Savinainen) 0:1. 12. S. Suter 0:2. 20. N. Juhola (S. Suter) 0:3. 29. S. Kellermüller (T. Stäubli) 0:4. 32. J. Ruch (Y. Aeschlimann) 1:4. 41. M. Strohl 2:4.

 

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Tigers Langnau. Keine Strafen gegen Uster.

 

UHC Uster: Holenstein; Hurni, Steiger; Heierli, Klauenbösch; Gallati; Savinainen, Juhola, Suter; Schubiger, Berweger, Büsser; Urner, Kellermüller, Stäubli; Brütsch, Bolliger, Schläpfer, Zimmermann. – 20. Lattenschuss Juhola. 22. Pfostenschuss Ruch. 37. Pfostenschuss Guggisberg. 54. Pfostenschuss Suter. 58. Timeout Langnau. Langnau danach bei Ballbesitz ohne Torhüter. Uster ohne Ledergerber, Kanebjörk und Nideröst (alle verletzt).