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Herren NLA

18.12.2016

Grosser Aufwand, wenig Ertrag

Der UHC Uster zeigt in Köniz einen beherzten Auftritt, verliert aber trotzdem. Drei Tore im Mitteldrittel waren eine zu grosse Hypothek.  

Die Ustermer stiegen engagiert in die Partie. Nachdem man in den ersten Minuten aufs Abtasten bedacht war, wurde die Begegnung bald offener. Vor allem der Könizer-Block mit den Nati-Spielern Antener, Maurer und Nino Wälti zeigten sich spielfreudig und suchte nun öfters den Abschluss. Uster hielt dagegen, von einem starken Torhüter Holenstein angeführt, zeigte die Buchholztruppe eine kompakte Mannschaftsleistung. Den ersten Treffer des Abends konnten dann doch die Könizer bejubeln. Jonas Ledergerber schloss einen schnellen Angriff mit präzisem Schuss zum 1:0 ab (15.). Die Zürcher hatten durchaus auch ihre Chancen. So vertändelte Suter kurz nach dem ersten Gegentor eine Vorlage von Berweger alleine vor Eder.

Nach der ersten Pause steigerten die Gastgeber den Rhythmus. Die Ustermer aber blieben ein aufsässiger und unangenehmer Gegner. Sie kämpften um jeden Ball, liessen keinen Zweikampf aus und gingen das Tempo mit. Nach der Spielhälfte hatten sie dann die Chance auf Erfolg, denn die Unparteiischen schickten Castrischer auf die Strafbank. Das Überzahlspiel allerdings brachte nicht den gewünschten Effekt. Im Gegenteil; die Könizer enteilten dem Ustermer Powerplay-Block und Hendriksson konnte Frejd nur durch Stockschlag am Torerfolg hindern. Dieser verwandelte den gegen Uster ausgesprochenen Penalty mit einem sehenswerten Zorromove. Als ein zweiter Berner eine Strafe aufgebrummt erhielt, konnten die Ustermer während rund 40 Sekunden gar in doppelter Überzahl agieren. Doch auch aus dieser Situation liess sich nichts Zählbares realisieren. Umso ärgerlicher, dass Baumann direkt von der Strafbank kommend und von Maurer mustergültig lanciert, im Nachschuss zum 3:0 einschieben konnte (36.). Wenig später stellten die Gastgeber ihre Effizienz abermals unter Beweis. Mit einem weiten Pass überlisteten sie die ganze Ustermer Formation und Maurer versenkte alleine vor Holenstein zum 4:0. Die Gäste wurden für ihre Bemühungen dann doch noch belohnt. Hummer bezwang Eder aus kurzer Distanz zum 4:1 (38.).

Der Start in die letzten 20 Minuten verlief für Uster nach Wunsch. Uster Coach Suter forcierte nun seine besten Kräfte. Hendriksson brachte seine Farben mit einem feinen Lupfer auf 4:2 heran (43.). Im Hinspiel gelang es den Ustermern, den Rückstand gegen Spielende wettzumachen. Doch die Wiederholung dieser Glanznummer gelang nicht. Topscorer Maurer konnte mit einem schnellen Abschluss aus dem Slot den Abstand wieder auf drei Tore erhöhen (46.). Danach beschränkten sich die Platzherren auf das Verwalten des Vorsprungs. Sie überliessen dem Gegner die Spielgestaltung und liessen diese anrennen. Auch der in dieser Situation übliche Versuch mit 6 Feldspielern ein weiteres Tor zu erzielen, blieb aus Ustermer Sicht unbelohnt.

Coach Simon Meier: „Waren über 60 Minuten ebenbürtig“

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat, was die kämpferische Leistung angeht, eine tadellose Arbeit abgeliefert“ sagte Uster Coach Simon Meier nach dem Spiel. "Wir waren über 60 Minuten gesehen ebenbürtig. Die Partie ging verloren, weil wir im Abschluss zu harmlos blieben" bilanzierte der Trainer. "Wir müssen uns wieder selbst belohnen, indem wir solche Chancen nützen."

Die ersten drei Partien im neuen Jahr werden richtungsweisend sein. Gegen Thun, Tigers (Heimspiele am 7. und 8. Januar) und die Jets müssen Punkte eingefahren werden, will man noch Chancen auf den 8. Platz haben.

Floorball Köniz - UHC Uster 6:2. (1:0, 3:1, 2:1)
Sporthallen Weissenstein, Bern; 336 Zuschauer
SR Baumgartner/Kläsi
Tore: 15. J. Ledergerber (K. Schmocker) 1:0, 33. Frejd (Penalty) 2:0 36. Baumann (Maurer) 3:0, 37. Maurer (N. Wälti) 4:0, 38. Hummer (Kulmala) 4:1, 43. Hendriksson (Berweger) 4:2, 46. Maurer (Antener) 5:2, 60. (59.28) Wälti (Eder) 6:2 ins leere Tor
Strafen: 2 x 2 Min gegen Köniz, 1 x 2 Min gegen Uster
Floorball Köniz: Eder; Kuchen, Ch. Ledergerber; K. Schmocker, Castrischer; Gurtner, Müller; Wälti, Antener, Maurer; Hutzli, Frejd, J. Ledergerber; Saner, O. Schmocker, Baumann
UHC Uster: Holenstein; Heierli, Hendriksson; Ledergerber, F. Bolliger, Steiger, Schläppi; Berweger, Suter, Büsser; Kulmala, Nideröst, Hummer; Kellermüller, Urner, Gallati
Bemerkungen: Uster ohne S. Bolliger (verletzt) Time-out Uster 58:14, Best Player Eder (Köniz) und Berweger (Uster)