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Herren NLA

23.03.2014

Kontiainens Schuss in Glück

Kontiainens Schuss in Glück

Der UHC Uster gewinnt das entscheidende Spiel der Playout-Serie gegen Waldkirch St. Gallen mit 5:4 nach Verlängerung.

„Was für ein Tor! An diesen Treffer werde ich mich mein Leben lang erinnern“ sagte ein strahlender Kimmo Kontiainen nach dem Spiel. Knapp eine Minute dauerte die Verlängerung als der Finne aus spitzem Winkel abzog. „Ich habe gesehen, dass der Torhüter nicht ganz ideal postiert war“ sagte der Finne zu seinem wichtigen Treffer. Nach seinem satten Schuss brachen alle Dämme, denn es bedeutete das Ende der Serie und den Ligaerhalt für die Ustermer. 
Die beiden Mannschaften starteten verhalten. Man merkte, wie viel auf dem Spiel stand. Allerdings konnten die Zuschauer taktisch nach sechs ausgeglichenen Partien kaum mehr Neues erwarten. Suter eröffnete dann mit einem direkten Abschluss den Torreigen (8.). Die Ostschweizer waren, wie schon in der ganzen Serie, ein aufsässiger und unangenehmer Gegner. Immer wieder störten sie früh und versuchten die Zürcher so zu Fehlern zu verleiten. Bald schon konnte Büchel den Ball mit einem „Buebetrickli“ an Tschopp vorbei zum 1:1 über die Linie drücken (10.). Die Gastgeber liessen sich dadurch aber nicht von ihrem Weg abbringen. Florian Bolliger brachte seine Farben mit einem Freistoss aus der Distanz wieder in Front (12.). Und nur 45 Sekunden später reüssierte der Block um Simon Suter erneut. Der soeben 23 Jahre alt gewordene schloss eine schöne Kombination über mehrere Stationen zum 3:1 ab.

Wasa kommt nochmals ins Spiel zurück
Im zweiten Drittel wurde die Partie kampfbetonter und aggressiver. Uster verschaffte sich Vorteile, konnte aber auch aus zwei Überzahlsituationen keinen Profit ziehen. Die Platzherren blieben im Abschluss zu ungenau oder verhaspelten sich in der gut organisierten Defensive der Gäste. Erst nach einer schönen Passfolge lag der Ball im Tor der Ostschweizer (38.). Ein Wasa-Verteidiger hatte den Ball zuletzt noch abgelenkt. 
Nach der zweiten Pause mussten die St. Galler reagieren. Und prompt gelang ihnen der Anschlusstreffer schon nach kurzer Zeit. Eschbach schloss nach einem Querpass am längeren Pfosten ab (42.). Die Gastgeber kamen abermals zu guten Möglichkeiten, liessen diese aber aus. Hafner alleine vor Jud und auch Zeder, dem ein Ball via Bande auf den Stock serviert wurde, vermochten den vom Grossteil der Zuschauer sehnlichst herbeigewünschten Treffer nicht zu erzielen. Im Gegenteil; Zellweger bewerkstelligte tatsächlich zwei Minuten vor Ende mit einem Schlenzer den Ausgleich. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit schickten die Unparteiischen Weber auf die Strafbank. Uster liess auch dieses Überzahlspiel bis zur Schlusssirene ungenutzt, konnte aber die erste Minute der Verlängerung nochmals mit einem Spieler mehr antreten. Just als Weber von der Bank zurückkam, schoss Kontiainen den entscheidenden Treffer. 

Kontiainen: «Wie auf der Achterbahn»
„Die Playout-Serie war wie eine Fahrt auf der Achterbahn“ bilanzierte der finnische Verteidiger Kontiainen. Es sei tatsächlich auf der Heimfahrt am Freitagabend nach der Niederlage in Spiel 6 sehr ruhig gewesen. „Vergessen und abhaken“ sei sein Motto gewesen. Er habe den freien Tag genutzt, um sich nochmals zu fokussieren. Auch Simon Suter war glücklich, „dass wir doch noch ein versöhnliches Ende dieser Serie gefunden habe“. Am Freitag in Spiel 6 scheiterte Suter kurz vor Ende mit einem Pfostenschuss noch. 
Die ganze Serie sei sehr ausgeglichen und extrem knapp gewesen. „Doch dieses Mal konnten wir das Glück auf unsere Seite zwingen“ fügte Silvan Bolliger noch an bevor die beiden in die Garderobe verschwanden, aus der es schon sehr laut und fröhlich tönte.

Bilder vom Spiel auf www.unihockey-fotos.ch