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Herren NLA

10.11.2016

NLA verliert auswärts gegen HC Rychenberg

Das Team von Simon Meier verliert auswärts gegen den HC Rychenberg nach einem äusserst ansprechenden Start.

Der Gastgeber Rychenberg Winterthur war schon vor dem Spiel auf dem Papier der klare Favorit. Die Ausländerlinie mit Mikko Hautaniemi, Rasmus Sundstedt und Fredrik Holtz hat Top-Niveau.

Schon in der ersten Minute überraschte Kulmala aber mit einer frühen 1:0-Führung für die Gäste. Beim zweiten Einsatz derselben Linie doppelte Silvan Bolliger nach. Nach 10 Minuten stand es nach dem Tor von Hummer bereits 3:0 für die Gäste. Was war da genau los? Holtz, Sundstedt und Hautaniemi fielen nicht gross auf. Den Ustermern gelang alles, und Rychenberg traf nicht mal das Tor – oder Christoph Tschopp stand gekonnt im Weg. Die gleichzeitig ausgesprochenen Strafen gegen Thomas Aellig und Holtz machten wenigstens klar, dass der ehemalige SSL-Topscorerschon auch mit von der Partie war. In dieser zweiminütigen Spielphase konnte Simon Suter den zusätzlichen Raum ausnutzen und traf aus spitzem Winkel ins Tor. Sekunden vor dem Drittelsende baute erneut Simon Suter die Führung gar auf fünf Tore aus. Die Ausländerlinie um Holtz, Sundstedt und Hautaniemi war aus Zuschauersicht bis dahin inexistent.

Die Kabinenansprache der Winterthurer muss gewirkt haben: Im Mitteldrittel begann das Schaulaufen des Hautaniemi. Nach 18 Minuten war der Fünf-Tore-Vorsprung auf nur noch einen Treffer mehr geschmolzen. Drei Tore hatte der Finne selber beigesteuert, zu einem weiteren den Assist gegeben. 33 Sekunden vor Drittelsende nutzte zudem Sundstedt eine weitere Strafe gegen Aellig zum Ausgleich aus.

Nach der Pause vermochte Uster aber nochmals zu reagieren und – natürlich mit einer Kulmala-Hummer-Kombination – die Führung übernehmen. Wenige Sekunden später fasste der in Schweden geborene Deutsche Holtz den Entschluss, sich doch noch in die Scorerliste einzutragen. Mit drei Toren innerhalb von neun Minuten konnte auch er noch einen Hattrick verzeichnen.

Nach einer 5:0-Führung mit 8:6 zu verlieren ist bitter. Jedoch: Wer hätte vor dem Spiel gedacht, dass Uster das erste Drittel mit 5:0 gewinnen wird? Ohne die Arbeit der Schweizer Spieler bei Winterthur schmälern zu wollen – allen voran Michel Wöcke und Sämi Gutknecht, die mit ihren wichtigen Assists die Winterthurer Aufholjagd erst ermöglichten –, verdankt es Rychenberg insbesondere seinen hochkarätigen ausländischen Spielern, das sie gegen die Ustermer doch noch als Sieger vom Feld gehen konnten. Dieses Spiel mag dem einen oder anderen die rege Diskussion in der Unihockey-Community der Silly-Season in Erinnerung rufen, wie viele ausländische Verstärkungsspieler in einem Kader der Entwicklung des Schweizer Unihockeys gut tun. Nichts desto trotz: das Schweizer Unihockey ist wegen dem offensiven Spiel gar noch interessanter für die Zuschauer als Spiele in der schwedischen Liga, wo wegen dem äusserst taktischen Spiels und des deffensiven Verhaltens immer weniger Tore erzielt werden. Dazu tragen die ausländischen Topspieler natürlich einen grossen Teil bei. Das Nachsehen haben die jungen Nachwuchsspieler, die so weniger Erfahrung in der Spielzeit sammeln können. Aber zum Schluss das Fazit, dass das erste Drittel in Winterthur jedem Ustermer Fan Mut für den weiteren Saisonverlauf machen darf.

HC Rychenberg Winterthur - UHC Uster 8:6 (0:5, 5:0, 3:1)
Oberseen, Winterthur. 350 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 1. Kulmala (Bolliger) 0:1. 2. Bolliger (Hummer) 0:2. 10. Hummer (Bolliger) 0:3. 16. Suter (Heierli) 0:4. 20. Suter (Kulmala) 0:5. 21. Hautaniemi (Schaub) 1:5. 33. Hautaniemi (Gutknecht) 2:5. 35. Gutknecht (Hautaniemi) 3:5. 38. Hautaniemi (Podhrasky) 4:5. 40. Sundstedt (Wöcke) 5:5. 41. Hummer (Kulmala) 5:6. 42. Holtz 6:6. 45. Holtz (Sundstedt) 7:6. 51. Holtz (Wöcke) 8:6.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. 2mal 2 Minuten gegen UHC Uster.