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Herren NLA

26.10.2014

NLA: Weitere Pleite gegen den Aufsteiger

NLA: Weitere Pleite gegen den Aufsteiger

Auch im zweiten Aufeinandertreffen in dieser Saison zogen die Ustermer gegen den UHC Thun den Kürzeren. Die Berner Oberländer liessen sich auch durch ein kurzes Aufbäumen des Heimteams im letzten Drittel die drei Punkte nicht nehmen. 

Was auch immer die Ustermer Spieler für die ersten beiden Drittel in ihre Trinkflaschen gefüllt hatten, Zielwasser war gewiss keines dabei. Alleine im ersten Abschnitt hätten Thomas Aellig, Silvan Bolliger, Daniel Zeder und Remo Gallati für die Zürcher Oberländer einnetzen können, wenn sie denn den Ball auch aufs Tor gebracht hätten. Kam hinzu, dass es die Thuner bestens verstanden, viele Angriffsbemühungen des Heimteams schon abzublocken, bevor überhaupt die gefährliche Zone erreicht wurde. Zudem erwischte Gästekeeper Thomas Fankhauser einen sehr guten Tag.

Auch die Thuner liessen zahlreiche Chancen liegen, aber sie trafen halt auch ins Tor. In der 14. Minute konnte Uster-Goalie Patrick Weber einen Schuss noch in extremis abwehren, der Berner Oberländer konnte jedoch daraufhin von hinter dem Tor umgehend auf einen völlig frei stehenden Teamkollegen passen, der nur noch ins leere Gehäuse einzuschieben brauchte. Anderthalb Minuten vor der ersten Pause nutzten die Gäste ein Überzahlspiel zur 2:0-Führung; Lauri Liikanen sass wegen Haltens auf der Strafbank.

Die Ustermer Torflaute setzte sich im zweiten Drittel fort, auch als man selber die Möglichkeit hatte, für zwei Minuten mit einem Mann mehr den Anschlusstreffer anzustreben. Fankhauser kratzte jedoch einen Schuss Likkanens gerade noch von der Linie und auch Zeder sah seinen Versuch wenig später durch den Gästetorhüter pariert. Als dann Weber zur Spielmitte ein Weitschuss unter der Achsel durchflutschte, stand es statt 2:1 bereits 3:0 für die Berner Oberländer, die in dieser Saison so gar nicht wie ein Aufsteiger agieren.

Uster-Coach Philippe Soutter reagierte, indem er das Team für das letzte Drittel auf zwei völlig neu zusammengestellte Linien konzentrierte. Und siehe da, das Heimteam verstärkte nicht nur den offensiven Druck, sondern reüssierte endlich auch mit Toren. In der 43. Minute erreichte ein langer Pass Daniel Zeders von der linken Seite Simon Suter, der allein vor dem Tor sehenswert abschloss. Nur knappe zwei Minuten später fand ein Schuss Zeders von der selben Stelle wie zuvor gleich direkt den Weg ins Tor.

Die Euphorie währte ganze zwei Minuten. Dann lief das Heimteam in einen Konter, wobei sich Weber wiederum nach einer ersten grossartigen Parade erst im zweiten Versuch bezwingen lassen musste. Nach weiteren anderthalb Minuten war der Dreitorevorsprung der Gäste wieder hergestellt, als man einen Penalty nach einem Stossen von Severin Baumann im eigenen Strafraum hatte verwerten können. In den Reihen der Zürcher Oberländer keimte nochmals Hoffnung auf, als Zeder in der 54. Minute nach einem Freistoss nochmals verkürzen konnte. Die allerletzten Hoffnungen machte sich die Ustermer jedoch gleich selber zunichte, als man sich anderthalb Minuten vor Schluss – Weber war bereits für einen sechsten Feldspieler ausgetauscht worden –  einen stupiden Wechselfehler leistete. Die Thuner nutzten die folgende Zweiminutenstrafe noch zum Schlussresultat von 3:6.

Die Enttäuschung in den Reihen der Ustermer über diese zweite Niederlage in Folge gegen den UHC Thun nach dem Cup-Aus Mitte September sass tief, wie Captain Aellig nach dem Spiel zugab. „Wir haben in den ersten 40 Minuten schlicht nicht das umgesetzt, was wir eine Woche lang besprochen hatten. Grundsätzlich wären wir nämlich taktisch gut auf die Thuner Mannschaft eingestellt gewesen. Aber der letzte Zug aufs Tor hat gefehlt.“ Der Start ins letzte Drittel sei gelungen, aber: „Wenn du einem Rückstand nachläufst, besteht immer die Gefahr, dass du hinten zu fest aufmachst. Die Thuner nutzten das mit Kontern aus. Das ist sehr ärgerlich, genauso wie die dumme Strafe kurz vor Schluss. Wir haben heute nicht das abgeliefert, zu was wir von der Qualität des Teams her imstande wären.“.

Bericht: Philipp Wyss

 

Telegramm:
UHC Uster - UHC Thun 3:6 (0:2, 0:1, 3:3)
Buchholz, Uster. 252 Zuschauer
SR Bründler/Büchi

Tore: 14. Kramer (Amstutz) 0:1. 19. Obi (Kramer / Ausschluss Liikanen) 0:2. 31. Fankhauser (Wettstein) 0:3. 43. Suter (Zeder) 1:3. 45. Zeder (Bolliger) 2:3. 47. Witschi (Winkler) 2:4. 48. Burger 2:5 (Penalty). 54. Zeder (Baumann) 3:5. 60. (59:11) Thomas (Obi) 3:6.

Strafen: je 2 x 2 Minuten 

UHC Uster: Weber; Hietanen, Wittausch; Schläppi, Aellig; Wingskog, Baumann; Zeder, Bartenstein, Liikanen; Urner, Bolliger, Suter, Hafner, Nideröst, Gallati

Bemerkungen: 8. Lattenschuss Thun. Uster von 57:53 bis 58:26 ohne Goalie

Bilder auf der Website «Zürcher Oberländer/Anzeiger von Uster»