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Herren NLA

21.08.2015

Tagebuch aus Lettland - Tag 2

Tagebuch aus Lettland - Tag 2

Der NLA-Trainer Philippe Soutter hat neben vielen anderen Talenten auch die wunderbare Gabe, das Erlebte in einem interessanten und unterhaltsamen Bericht zusammenzufassen. Hier werden seine Tagebuch-Einträge aus Lettland publiziert.

Player of the game:
Emanuel Zürcher
Die Auszeichnung zum schärfsten Haarscheitel der Mannschaft hat Emanuel Zürcher gegen seinen härtesten Widersacher, Panzerfahrer-Rekrut Klauenbösch, souverän verteidigt. Dass „Emu“ nun auch als Player of the Game die Lorbeeren abräumt, mag nur denjenigen überraschen, der den baumlangen Modellathleten in den letzten Wochen nicht in seiner neuen Verteidiger-Rolle in Aktion sah. Auch Storvreta’s Superstar Alexander Rudd kennt jetzt den fliegenden Scheitel aus dem Züri-Oberland. Denn der konnte diesem nur hinterher schauen, als er in der Bandenecke nonchalant vernascht worden war.

Problem des Tages:
Wasser und eine Extra-Kuh
Die klimatischen Verhältnisse in Valmiera erfordern für jeden Spieler extrem viel Kühlwasser. Die meisten Spieler decken sich mit 5-Liter-PET’s ein, während Coach Pascal Sigg gleich mit der Anschaffung eines 18-Liter-Bottichs liebäugelte. Der Ex-Malanser und Neu-Ustemer Ursin Thöny mischte sich altersgerecht sein Wasser mit etwas Sirup auf. Das Essen im Olympischen Sportzentrum schmeckt übrigens allen, oft war es knapp, und als dies Sportchef Thomas Schwarz mit Thurgauer Charme anmahnte, wurde am Abendbuffet gleich eine zusätzliche, geschmacklich einwandfrei verarbeitete Kuh aufgetischt.

Busse des Tages:
Sandy Raths klar in Führung
Nur böse Zungen behaupten, dass Pumas-Rauhbein Sandy Raths vor allem zur Verbesserung der Bussenkasse zu Uster transferiert wurde. Sein  letztjähriges Strafentotal würde – auf die neue Ustemer Bussenliste umgerechnet - aber tatsächlich reichen, um eine durchschnittliche, mittelständische, dreiköpfige Familie (mit Hund) einen Monat über die Runden zu bringen. Und Sandy Raths liegt gemäss Bussenchef Thomy Aellig bezüglich Bussentotal tatsächlich bereits wieder in Führung. Allerdings nicht aufgrund von Strafminuten (obwohl er bei seinem allerersten Einsatz gegen Classic gestern bereits nach handgestoppten 16 Sekunden in die Kühlbox wanderte). Nein, der gute Sandy lässt ganz einfach überall sein Hab und Gut liegen.

Sportliches Résumée:
Nochmals ein Schritt in die richtige Richtung
Verglichen zum ersten Spiel gegen Classic machte Uster gegen den erfolgreichsten schwedischen Klub der letzten Jahre wieder einen Schritt vorwärts. Acht Tore gegen die Weltklasse tönt zwar nach viel, aber wer weiss, dass man beim Zusammenzählen an WM-Titeln bei Spielern des Gegners einen gut ausgerüsteten Zählrahmen braucht, der kann das Ergebnis richtig einschätzen. Dass Uster auch zu manchen guten Chancen kam, verdeutlicht sich, wenn man weiss, dass die letzten drei Treffer der Schweden reine Konter-Tore waren. Pascal Sigg sagte ganz richtig, wie beeindruckt er sei, wie unbeeindruckt vom Gegner die Ustemer Buben auftraten.