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Herren NLA

23.08.2015

Tagebuch aus Lettland - Tag 4

Tagebuch aus Lettland - Tag 4

Ein letzter Tagesbericht von Coach Philippe Soutter. Der Abstecher nach Lettland geht dem Ende zu; die Batterien sind langsam leer.

Player of the game:
Marco Klauenbösch
Von Nervosität keine Spur bei „Böck“. Der kleine, bissige Verteidiger war der coole Beste einer müden Ustermer Mannschaft. Nie ohne seine lang raushängende Zunge übers Feld hechelnd („habe mich noch nie gebissen, im Fall“), zeigte der Panzerfahrer-Rekrut permanent gute Leistungen. Nervös wird er höchstens etwas aufgrund seiner militärischen Aufgaben in der kommenden Woche. Zuerst  geht es mit seinem Achtachser-Piranha-Panzer in den Schleuderkurs. Gegen Ende Woche steht dann die Panzer-Fahrprüfung auf dem Programm. Vermutlich ebenfalls mit heraushängender Zunge.

Problem des Tages:
Schlafmangel
Jeder versuchte seiner Müdigkeit auf seine eigene Art in den Griff zu kriegen. Am einfachsten (aber auch am teuersten) war, ganz einfach zu verschlafen. Pauno Kajoskinen verwöhnt sich zu Geisterstunden gerne klammheimlich und barfuss mit einem Kinder-Bueno an der Hotel-Reception. Der Trainer-Staff traf sich am letzten Abend in der Junior-Suite des Headcoaches zu einem Schlummi von alleredelstem Scotch.  Das Hochprozentige war derart gehaltvoll, dass sich der eher abstinente Stööö Widler schon beim ersten Schlückchen Brandblasen an der Zunge zuzog.

Busse des Tages
Lettischer Buschauffeur
Die Zeit des Transfers von Valmiera  nach Riga für den Rückflug nach Zürich war knapp bemessen: Buschauffeur Attis S. nahm die Herausforderung mit grösster Konsequenz an. Im Höchsttempo rauschte er über die Landstrasse. Sämtliche übrigen Verkehrsteilnehmer wurden zu lächerlichen Statisten degradiert. Ueberholmanöver machen nur im Dreiachser so richtig Spass... Was hinten in seinem Car passierte, war zweitrangig. Ob nun aufgrund der stattlichen Schlaglöcher hunderte von Reiskörnern aus den mitgebrachten Lunchboxes durch den Bus flogen. Oder ob nach Pascal Sigg’s Bord-WC-Besuch die Schüssel randgefüllt wurde und sich nicht mehr leeren liess. Attis wollte rechtzeitig am Flughafen sein. Und das schaffte er mit Bravour.

Sportliches Résumée
„Battery Low“
Das letzte Spiel des Latvian Open endete für Uster mit einer Enttäuschung. Im Spiel um Rang drei unterlag man dem gestrigen Geger Lekrings mit 5:8. Nach dem gestrigen Sieg wollte Uster vor allem souveräner auftreten. Das gelang im ersten Drittel gut. Die Spielkontrolle war absolut in den Händen der Schweizer. Leider fehlte es aber von A bis Z an Dynamik, um die spielerische Ueberlegenheit auch umzumünzen. „Battery Low“, stand jedem Spieler ins Gesicht geschrieben. Im Mitteldrittel verloren die Ustemer dann völlig den Faden und fanden das Nähzeug dann auch im Schlussdrittel nicht wieder. Darum war die Niederlage schliesslich auch verdient und vielleicht auch allerbeste Motivation in den nächsten Wochen hart weiter zu arbeiten. Ein grosses Dankeschön geht ins gastfreundliche Lettland und an die kompetente Turnierorganisation.