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Herren NLA

09.08.2015

Triathlon NLA: «How we come back?»

Triathlon NLA: «How we come back?»

Der Triathlon der Ustemer NL-A-Mannschaft führte aus den Fluten des Pfäffikersees über die sanft ansteigenden Hügel um Hittnau ins Tösstal nach Zell, wo dann der Berglauf ins Girenbad auf dem Programm stand. Doch das war erst der Anfang.

Zumindest für den Neo-Finnenflügel Markus Kulmala war das so. Vor dem Start erkundigte er sich bei seinen Teamkollegen, wie man dann vom Girenbad wieder zurückkäme. „Bicycle“, lautete die lakonische Antwort, worauf der gute Nordländer einmal mehr seine Erschütterung über das Schweizer Sommertraining preisgeben konnte: “Schweizer sind alle Maschinen. In Finnland gehörte ich physisch in jeder Mannschaft zu den Top-3. Hier bin ich fast immer Letzter“. Um es vorweg zunehmen: Kulmala beendete den Triathlon tatsächlich als Letzter.

Nach der ersten Disziplin im Pfäffikersee führte Patrick Schaufelberger, welcher in Hasselhoffscher Rettungschwimmermanier das Feld deklassierte und dann beschwingt auf sein Tourenvelo stieg. Gegen seinen ersten Verfolger, Anjo Urner, hatte er aber in der Folge nichts mehr zu bestellen. Materialmässig top bestückt, setzte sich Urner deutlich ab und konnte sich auch Strafminuten wegen Verlassens der regulären Strecke leisten.

Die reguläre Strecke verlassen, allerdings in einem ganz anderen Sinn, hatten auch die engsten Verfolger des Spitzenreiters. Obwohl mit exzellentem Kartenmaterial aus dem Hause „Amanda“ ausgerüstet, verpasste das beinahe komplette, windschattenfahrende Verfolgerfeld die Abzweigung nach Zell und fuhr im Höchsttempo Richtung Winterthur. Irgendwann wurde der Fauxpas bemerkt und umgekehrt, aber die Vorentscheidung war dadurch natürlich gefallen. Denn beim knapp drei Kilometer langen Berglauf ins Girenbad liess sich Anjo Urner die Sauce nicht mehr von den Spaghetti nehmen, die es dann anschliessend im dortigen Restaurant zu essen gab. Auf dem Silberrang landete Dave Frischknecht. Bronze gab es für Emanuel Zürcher (Sieger der Duathlon-Wertung).

Zurück zu den Finnen: begleitet von Florian Hafner, der seine eigenen, hohen Ambitionen dadurch begrub, und die Reisegruppe touristisch über die Strecke lotste, und dem sich mit Muskelverhärtungen plagenden Toni Schläppi, bildeten Kulmala und Landsmann Järvinen das Schlussquartett. Mit einem beherzten Berglauf rehabilitierten sich die Nachzügler und blieben so ganz knapp unter der Zweistundengrenze. Allerdings: „How we come back“ war noch nicht abgehandelt. Nach adäquater Stärkung machte sich die Truppe in einer gemeinsamen Nachtfahrt wieder auf den Velo-Heimweg. „Wat sevi“ , gut zu Hause angekommen, hiess es dann kurz vor 01.00 Uhr auf dem Teamchat.