zurück

Herren NLA

20.03.2016

Uster entscheidet die Finalissima für sich

Uster entscheidet die Finalissima für sich

Dank einem starken Startdrittel gewinnt der UHC Uster das Spiel 7 der Playout-Serie gegen Waldkirch St. Gallen mit 7:3. Somit sichert sich Uster den Ligaerhalt. 

Den Platzherren gelang ein optimaler Start ins letzte Spiel dieser Playout-Serie. Vor einer deutlich grösseren und lauteren Kulisse als in den vorhergehenden Spielen der Serie legten sie los wie der Feuerwehr. Hafner mit einem Lupfer über Jud gelang ein frühes 1:0 (4.). Nach einem Doppelschlag erhöhte Uster schon bald auf 3:0. Hummer wuchtete den Ball unter die Latte (6.) und Schläppi aus der Distanz war ebenfalls erfolgreich. Diese Führung veranlasste Wasa-Coach Arvidsson sein Timeout bereits früh zu nehmen. Der Unterbruch zeitigte kaum Wirkung, die Ustermer powerten weiter. Wer dachte, das Team um Coach Sigg wäre nach der Niederlage am Vortag geknickt oder verunsichert, sah sich getäuscht. Im Gegenteil, sie setzten jedem Ball nach und zeigten einen bedingungslosen Kampfwillen und peitschten sich gegenseitig nach vorne. Zeder mit einem Abschluss auf Halbhoch (10.) und Hafner mit einem Schlenzer (17.) sorgten für einen klaren 5:0-Vorsprung nach den ersten 20 Minuten.

Die im ersten Drittel angeschlagene hohe Pace vermochten die Gastgeber im zweiten Durchgang nicht mehr ganz zu halten. Wohl auch weil sie mit fünf Längen vorne lagen, vermieden sie zu offensive Aktionen. Sie verteidigten aber konsequent und wussten mit Weber einen sicheren Torhüter hinter sich. Dieser hielt seinen Kasten mehrmals mit sehenswerten Paraden rein. Erst beim Penalty von Laaksonen musste er sich geschlagen geben (36.). Allerdings bleiben die Zürcher während zwei Überzahlspielen ohne Treffer, sonst aber überzeugten sie mit einer engagierten Kollektivleistung und einer defensiven Stabilität.

Dem Spielstand entsprechend diktierten die Ostschweizer in den letzten 20 Minuten das Spielgeschehen. Wasa reduzierte auf zwei Blöcke und gab sich nicht geschlagen, sondern blieb ein aggressiver und um jeden Ball kämpfender Gegner. Manch einem der über 500 Zuschauer mag die Zeit in diesem Drittel wie eine halbe Ewigkeit vorgekommen sein. Besonders als Büchel von einer Tändelei in der Ustermer Verteidigung profitierte und auf 5:2 verkürzte (49.). Doch den Olmastädtern gelang der Anschlusstreffer, den sie so vehement suchten, nicht. Hummer spielte dann Kulmala frei und dieser behielt die Nerven und blieb alleine gegen Jud erfolgreich (52.). Noch einmal versuchten die St.Galler ihre letzten Kräfte zu mobilisieren. Das 6:3 zweieinhalb Minuten vor Schluss kam aber zu spät, um den Ustermer Sieg noch zu gefährden. Vor einem frenetischen Publikum, welches das Team in der letzten Minute mit einer Standing Ovation verabschiedete, konnte Bolliger den siebten Treffer im leeren Wasa-Tor unterbringen.  
Den Sieg verdankten die Ustermer ihrer Entschlossenheit und einer Teamleistung, wie sie diese Saison nicht oft zu sehen war. 

Nicola Heierli: «Wir waren brutal heiss auf dieses Spiel» 
Uster Coach Sigg war nach dem Spiel verständlicherweise zufrieden. «Ich bin stolz auf mein Team. Dies war eine Serie von zwei Teams auf Augenhöhe.» Die konsequente Defensivarbeit habe den Ausschluss gegeben. «Über alle sieben Spiele waren wir defensiv die bessere Mannschaft. Aber offenbar brauchen meine Jungs das Messer am Hals» fügte er mit einem Augenzwinkern an. Die ganze Saison war aus Sicht des Trainers ein Auf und Ab. Das Einbauen der U21-Spieler Baumann, Ledergerber und Heierli vor den Playoffs habe der Equipe aber zusätzlichen Schub verliehen. 
Verteidiger Nicola Heierli meinte, dass «wir brutal heiss auf dieses Spiel waren.» Trotz der Niederlage am Vortag hätten sie gewusst, dass noch nichts verloren sei. Die Führung zum 1:0 sei wichtig gewesen und habe seinem Team erlaubt, die Energie zu nutzen. «Diese letzte Entschlossenheit hat heute gestimmt und uns zum Sieg geführt.» Auch Topscorer Manuel Hummer sah sein Team dank dem ersten Drittel im Vorteil. «Wir sind sehr motiviert in die Partie eingestiegen und hatten auch etwas Glück, dass die Treffer so schnell fielen» so Hummer. «Aber wir haben den Sieg heute einfach mehr gewollt» fasste sich der Topscorer kurz.

Bericht: U.S.

Bilder vom Spiel in der Galerie

Telegramm:
UHC Uster – Waldkirch-St. Gallen 7:3 (5:0, 0:1, 2:2)
Buchholz, Uster. 518 Zuschauer 
SR Kronenberg/Kronenberg

Tore: 4. Hafner (Urner) 1:0. 6. Hummer (Kulmala) 2:0. 7. Schläppi (Kulmala) 3:0. 10. Zeder (Hafner) 4:0. 17. Hafner (Zeder) 5:0. 36. Laaksonen 5:1. 49. Büchel (Kroona) 5:2. 53. Kulmala (Hummer) 6:2. 58. Kroona (C.Eschbach/Ausschluss Zeder) 6:3. 60. (59:53) Bolliger (Hummer / ins leere Tor) 7:3.

Strafen: je 2x2 Min

UHC Uster: Weber; Aellig, Klauenbösch; Schaufelberger, Schläppi; Heierli, Gallati; Kulmala, Bolliger, Hummer; Hafner, Urner, Zeder; Ledergerber, Bachmann, Büsser; 

Waldkirch-St. Gallen: Jud; Maurin Rüegg, Meier; Mittelholzer, Büsser; Lajunen, Jeanot Eschbbach; Kroona, Büchel, Schiess; Manuel Rüegg, Jordan, Löhrer; Laaksonen, Andrin Zellweger, Chris Eschbach; 

Bemerkungen: Uster ohne Baumann, Raths, Zürcher (alle verletzt); 6.48 Time-out Wasa