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Herren NLA

13.03.2016

Uster erspielt sich zwei Matchbälle

Uster erspielt sich zwei Matchbälle

Der UHC Uster entscheidet die fünfte Playout-Partie gegen den UHC Waldkirch-St. Gallen mit 5:4 für sich. Mit dem ersten Heimsieg seit über drei Monaten stellen die Zürcher Oberländer in der Serie auf 3:2 Siege und erspielen sich zwei Matchbälle.

Es liefen die letzten Spielminuten in einer ohnehin bereits hektischen Partie, als Schläppi mit einer bestenfalls umstrittenen Strafe die Spannung unfreiwillig zusätzlich erhöhte. WaSa probierte noch einmal alles, ersetzte den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler um den Ausgleichstreffer und damit eine wahrscheinliche Verlängerung zu erzwingen. Uster verteidigte jedoch seinen Kasten solidarisch mit Mann und Maus und liess keinen Schuss mehr bis zum stark aufspielenden Patrick Weber durchdringen. Sinnbildlich für das „mit neuen Impulsen versehene Uster“, wie es Trainer Pascal Sigg ausdrückte, war Junior Tobias Ledergerber, der auch in dieser entscheidenden Phase auf dem Feld stand. Der Flügel überzeugte zusammen mit seinen Sturmpartnern Bachmann und Büsser wie schon am Vorabend mit Zweikampfstärke und Nehmerqualitäten. So begegneten die spielerisch einmal mehr überlegenen Zürcher Oberländer dem Ostschweizer Gegner auch punkto Einsatz und Kampfkraft auf Augenhöhe.

Immer eine Antwort gefunden
Für Sigg war letztlich entscheidend, dass seine Schützlinge „für jede gelungene Aktion der Olmastädter eine passende Antwort bereit hielten“. Etwa als Meier, der beste Ostschweizer in dieser Partie, zu Spielhälfte auf 3:2 verkürzen konnte, versenkte Ledergerber vom darauffolgenden Anspiel weg sechs Sekunden später den Ball im Winkel. Oder kurz nach der zweiten Pause, als die St. Galler über eine überstandene Unterzahlsituation jubelten: Da fand Zeder nur Sekunden später mit einem magistralen Diagonalpass durch die noch unsortierte Box den kaltblütig einnetzenden Urner (41.). Dank der neugewonnen Breite im Kader verkraftete Uster sogar die berufliche Absenz von Manuel Hummer, der wie die verletzten Nideröst und Baumann für das nächste Spiel wieder zurück sein wird.

Überzeugendes Startdrittel
Die Basis zum Sieg legte der UHC Uster für einmal bereits im ersten Abschnitt. Mit dem Selbstvertrauen des in allen Belangen überzeugenden 11:0-Kantersieges vom Vorabend im Rücken nahm das Heimteam das Heft gleich vom Anspiel weg in die Hand. Die einmal mehr ultra-defensive Ausrichtung des St. Galler Kontrahenten war deshalb schnell überwunden. Mit zwei leichtsinnigen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung lud WaSa Uster förmlich zur frühen Führung ein. Silvan Bolliger – zweimal mit Übersicht von Markus Kulmala vorzüglich in Szene gesetzt – nahm die dargebotenen Geschenke dankend an. Der sofortige Anschlusstreffer duch Alder brachte die Ustermer nicht aus dem Konzept – im Gegenteil: Zeder stellte den alten Zweitore-Vorsprung wieder her (16.). Dem Startdrittel haftete einzig der Makel an, dass Uster sein Chancenplus nicht in grösseres Polster ummünzen konnte. Auch deshalb strapazierte die hektische Schlussphase die Nerven des Publikums deutlich über Gebühr.

Die St. Galler dürften in der kommenden Woche noch zu knabbern haben – vor allem angesichts der Tatsache, dass sie wohl noch nie so viel in ein Spiel investierten wie in dieses kapitale fünfte. Uster hingegen kann mit dem Selbstvertrauen von zwei Siegen in Folge am nächsten Samstag nach St. Gallen reisen und hat dort eine erste Chance, die Saison versöhnlich abzuschliessen.

Bericht: N.H.

Telegramm:
UHC Uster - Waldkirch-St. Gallen 5:4 (3:1, 1:2, 1:1)
Buchholz, Uster. 237 Zuschauer.
SR Kronenberg/Kronenberg.

Tore: 1. Bolliger (Kulmala) 1:0. 9. Bolliger (Kulmala) 2:0. 9. Alder (Meier) 2:1. 16. Zeder (Hafner) 3:1. 31. Meier (Büchel) 3:2. 31. Ledergerber (Bachmann) 4:2. 38. Jordan (Manuel Rüegg) 4:3. 42. Urner (Zeder) 5:3. 49. J.Eschbach (Kroona/Ausschluss Klauenbösch) 5:4. 
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Uster. 1mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. 

UHC Uster: Weber; Klauenbösch, Aellig; Heierli, Scherrer; Schläppi, Schaufelberger; Bolliger, Kulmala, Urner; Bachmann, Ledergerber, Büsser; Gallati, Zeder, Hafner; Baumann, Thöny, Meier, Brütsch.

Bemerkungen: 1. (0:39) Lattenschuss Kroona, 40. (39:59) Lattenschuss Urner, 59. Timeout Uster, WaSa ab 60. ohne Torhüter. Uster ohne Järvinen, Raths, Nideröst, Tschopp (alle verletzt), Zürcher (nicht im Aufgebot) und Hummer (berufliche Absenz). Kulmala (Uster) und Meier (WaSa) als beste Spieler ausgezeichnet.