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Herren NLA

17.02.2019

Ärgerliche Niederlage zum Qualiabschluss – Playoffgegner heisst Wiler-Ersigen

Der UHC Uster verliert das letzte Qualifikationsspiel der Saison 2018/19 gegen Rychenberg Winterthur mit 4:5 und schliesst die Regular Season damit auf dem siebten Tabellenrang ab. Mit einem Sieg hätte man den fünften Platz belegt. Die Winterthurer hingegen ziehen mit diesem Erfolg in der Schlussgeraden noch an Waldkirch-St. Gallen und den Langnauer Tigern vorbei auf Rang 8 und feiern den Einzug in die Playoffs.

Die Ustermer wussten, was an diesem Abend auf sie zukommen würde, befanden sich die vor der Partie zehntplatzierten Gäste aus Winterthur doch noch mit den punktgleichen Teams aus Langnau und St. Gallen im Fernkampf um den letzten Playoffplatz. Obwohl gegenüber dem Spiel vom Vortag mit zwei neuen verletzungsbedingten Absenzen in Person von Keeper David Holenstein und Raphael Berweger – beide sollten zu Beginn der Playoffs wieder mittun können –, war das Heimteam alles andere als gewillt, innerzürcherische Hilfestellung zu leisten, konnte man doch mit einem Sieg theoretisch noch Tabellenrang 4, realistischerweise Tabellenrang 5 erreichen. So entwickelte sich eine rasante Partie mit zahlreichen Offensivaktionen und Torchancen, in der die durch einen imposanten und lautstarken gelb-roten Fanaufmarsch im Buchholz getragenen Rychenberger schliesslich das glücklichere Ende für sich behalten sollten.

Die gefährlicheren Torchancen kreierte in der Startphase jedoch das Heimteam, wobei es in der sechsten Minute einer reflexschnellen Parade von Uster-Keeper Nicolas Brütsch bedurfte, um das Geschoss des allein auf ihn zulaufenden Yves Huser zu entschärfen. Der Winterthurer Führungstreffer fiel dann während eines Überzahlspiels durch Nils Conrad; Simon Schläpfer hatte wegen eines Stockschlags eine Zweiminutenstrafe kassiert. Es dauerte allerdings keine zwei weiteren Zeigerumdrehungen, bis der von der Rychenberg-Defense vergessen gegangene Anjo Urner einen Pass von Florian Nideröst diskussionslos zum Ausgleich in die Maschen hämmerte. Glück hatten die Zürcher Oberländer rund anderthalb Minuten vor der Pause, als Pascal Kern nur den Pfosten traf.

Im Mitteldrittel vermochten die Winterthurer zwei Tore vorzulegen. Zwar überstanden die Ustermer eine Bankstrafe gegen Nideröst unbeschadet, doch gegen den Abschluss von Benjamin Borth in der 28. Minute nach einem zugegebenermassen sehenswerten Sololauf konnte Brütsch nichts ausrichten. Glück hatten die Zürcher Oberländer zur Spielmitte, als Rychenbergs Tobias Studer einen Pass auf Teamkollege Tommi Tilus vorzog, anstatt ins offene Ustermer Tor einzuschiessen und die Riesenchance damit vertat. Danken konnten die Winterthurer wenig später ihrem Torhüter Ruven Gruber, der den Abschluss des allein vor ihm stehenden Uster-Topscorers Simon Suter entschärfte. Gelb-roter Jubel dann allerdings wieder zweieinhalb Minuten vor der Pausensirene: Nideröst liess sich den Ball in der eigenen Platzhälfte abluchsen, und Conrad schloss den sauber ausgespielten Konter mit seinem zweiten Treffer des Abends ab.

Als die Winterthurer nach nur 48 Sekunden im Schlussdrittel auf 4:1 davonzogen, schien die Vorentscheidung gefallen, doch als Niko Juhola einen doppelten Ausschluss des Gegners zum zweiten Ustermer Treffer nutzen und Kaapo Savinainen kurz darauf zum Anschlusstreffer einnetzen konnten, war die fulminante Schlussphase eingeläutet. Diese sah erst das fünfte Rychenberger Tor durch Pascal Kern, 21 Sekunden später den erneuten Anschlusstreffer durch Suter, wunderschön platziert ins hohe Eck, und danach leider eine Bankstrafe gegen Juhola (Sperren), dem Bolliger aufgrund einer Disziplinarstrafe wegen Ballwegschlagens Gesellschaft leistete, so dass die Gäste ihren Vorsprung die letzten anderthalb Minuten locker über die Zeit spielen konnten.

Das für diese Saison eingeführte Wahlverfahren der Playoffgegner brachte gegenüber der bisherigen Praxis keine Änderungen: Nachdem sich Qualisieger GCZ für den achtplatzierten HC Rychenberg entschieden hatte, wählte der Tabellenzweite Wiler-Ersigen den auf Rang 7 platzierten UHC Uster. Somit kommt es zur Wiederauflage der letztjährigen Viertelfinalpaarung zwischen den Emmentalern und den Zürcher Oberländern. Die weiteren Serien lauten Floorball Köniz : Zug United und Alligator Malans : Chur Unihockey.

 

UHC Uster : HC Rychenberg Winterthur 4:5 (1:1, 0:2, 3:2)

Buchholz, Uster. – Zuschauer: 344. – SR: Fässler/Schläpfer. – Tore: 13. Conrad (Gutknecht) 0:1. 14. Urner (Nideröst) 1:1. 28. Borth (Sarnio) 1:2. 38. Conrad (Studer) 1:3. 41. Tilus 1:4. 48. Juhola (Bolliger) 2:4. 52. Savinainen (Suter) 3:4. 58. (57:23) Kern (Borth) 3:5. 58. (57:44) Suter (Juhola) 4:5. – Strafen: 5 mal 2 Minuten plus eine 10-Minuten-Disziplinarstrafe (Bolliger) gegen Uster, 3 mal 2 Minuten gegen Rychenberg. – UHC Uster: Brütsch; Bolliger, Hurni; Heierli, Klauenbösch; Gallati, Zimmermann; Savinainen, Juhola, Suter; Schubiger, Nideröst, Urner; Schläpfer, Kellermüller, Büsser; Schaffer, Stäubli, Ernst, Thalmann. – 19. Pfostenschuss Kern (Rychenberg). 58. Timeout Uster. Uster ohne Kanebjörk, Steiger, Ledergerber, Holenstein und Berweger (alle verletzt).