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Herren NLA

03.03.2019

Bereits zwei Siege im Hintertreffen

Bereits zwei Siege im Hintertreffen

Der UHC Uster verliert auch das zweite Spiel der Viertelfinalserie gegen den SV Wiler-Ersigen. Die Zürcher Oberländer forderten die Favoriten aus dem Emmental bei der 5:3-Niederlage im heimischen Buchholz jedoch weitaus mehr als am Tag zuvor.

Es war offensichtlich, dass die Trainer beider Teams im Nachgang zum ersten Playoffspiel tags zuvor einige Worte zur Defensivleistung im ersten, 4:4 ausgegangenen Drittel hatten fallen lassen. Zwar liessen Ustermer wie Wilener, deren Topscorer Deny Känzig nur als Zuschauer im Buchholz zugegen war, keineswegs den Zug aufs gegnerische Tor vermissen, der defensiven Absicherung wurde jedoch beidseits ein etwas höherer Stellenwert eingeräumt. In zwei Fällen waren die diesbezüglichen Bemühungen im ersten Spielabschnitt jedoch vergebens. Ein erstes Mal in Minute zehn, als dem Emmentaler Marco Rentsch zuviel Zeit gelassen wurde, so dass er sich den Ball zurecht legen und an Uster-Keeper David Holenstein vorbei ins rechte hohe Eck spedieren konnte, ein zweites Mal in Minute 18, als Kaapo Savinainen auf der linken Seite nach vorne stürmte und Timon Stäubli den Querpass direkt zum Ausgleich in die Maschen hämmerte.

Auch das Mitteldrittel ging mit ausgeglichenem Spielstand zu Ende. Romano Schubiger setzte sich bei einem Abschlussversuch Niko Juholas gegen seinen Bewacher durch, konnte abstauben und seine Farben erstmals in dieser Serie überhaupt in Führung bringen. Diesen hätte das Heimteam in den folgenden Minuten durchaus noch ausbauen können, aber Florian Bolliger traf nur den Pfosten und Florian Nideröst scheiterte an Wiler-Goalie Christoph Reich. Stattdessen besorgte Dave Wittwer kurz vor Spielmitte mit einem schönen Weitschuss den Ausgleich, auf den jedoch Timon Säubli seinen zweiten Treffer des Abends folgen liess, nachdem ein Freistoss von Raphael Berweger direkt vors Tor den Weg auf die Schaufel seines Teamkollegen gefunden hatte. Nur wenige Sekunden später wanderte Remo Gallati wegen Stockschlags auf die Strafbank und die Wilener taten das, was sie bereits im ersten Spiel in 75 Prozent dieser Fälle getan hatten; sie nutzten die Überzahl zu einem weiteren Tor, in diesem Fall durch Verteidiger Nicola Bischofberger.

In der ersten Hälfte des Schlussabschnitts hatten beide Seiten ihre Chancen, das Score weiter zu erhöhen, doch liessen Nideröst, Kanebjörk und Sandro Kellermüller ihre Chancen ungenutzt, ebenso wie die Gäste ein weiteres Überzahlspiel. In der 52. Minute jedoch zog Marco Louis trocken von halblinks ab und brachte die Emmentaler in Front. Kurz darauf vergab sein Stürmerkollege Rentsch allein vor Holenstein eine grosse Gelegenheit zur Vorentscheidung. Diese fiel dann 80 Sekunden vor Schluss, als Claudio Mutter die forcierte Offensive der Ustermer zum fünften Wilener Treffer mutzen konnte.

«Gegenüber dem ersten Spiel haben wir es heute geschafft, den Level über die gesamten 60 Minuten höher zu halten. Wir haben disziplinierter gespielt und sind vor allem in der Defensive besser aufgetreten, hatten allerdings den einen oder anderen Aussetzer mehr als Wiler-Ersigen, das halt noch etwas konstanter war als wir», resümierte Uster-Captain Joel Kanebjörk nach dem Spiel. Mit Blick auf die dritte Partie am kommenden Samstag hielt er jedoch fest: «Man hat gesehen, dass wir auch diesen Gegner fordern, ihm wehtun können. Bedingung ist, dass wir unseren Gameplan voll durchziehen und jeder seine Verantwortung übernimmt, in der Defensive wie in der Offensive. Gegen Wiler benötigt man vier oder fünf Tore, um die Chance auf einen Sieg zu haben. Das heisst, dass wir unsere Abschlussgelegenheiten konsequenter nutzen müssen.»

 

UHC Uster : SV Wiler-Ersigen 3:5 (1:1, 2:2, 0:2)

Sporthalle Buchholz, Uster. – Zuschauer: 502. – SR: Brunner/Büschlen. – Tore: 10. Rentsch (Affolter) 0:1. 18. Stäubli (Savinainen) 1:1. 22. Schubiger (Juhola) 2:1. 28. Wittwer (Alder) 2:2. 33. Stäubli (Berweger) 3:2. 35. Bischofberger (Väänänen) 3:3. 52. Louis (Krähenbühl) 3:4. 59. C. Mutter (Väänänen) 3:5. – Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Uster, 2 mal 2 Minuten gegen Wiler-Ersigen. – UHC Uster: Holenstein; Bolliger, Steiger; Savinainen, Klauenbösch; Gallati, Hurni; Kanebjörk, Juhola, Suter; Schubiger, Berweger, Stäubli; Nideröst, Kellermüller, Urner; Brütsch, Büsser, Schläpfer, Ernst, Zimmermann. – 23. Pfostenschuss Bolliger (Uster). 42. Pfostenschuss Johnsson (Wiler-Ersigen). Uster ohne Heierli (krank) und Ledergerber (verletzt).