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Vereinsmitteilung

29.06.2019

Der Captain im Kurzinterview

Der Captain im Kurzinterview

Grosse Erwartungen setzte der UHC Uster vergangenen Sommer in die Verpflichtung des Schweden Joel Kanebjörk. Der zweifache Weltmeister sollte als Captain und Mannschaftsleader die zentrale Rolle in der weiteren Entwicklung des NLA-Teams zu einem regelmässigen Playoffteilnehmer übernehmen. Im letzten Testspiel vor Saisonbeginn erlitt Kanebjörk jedoch einen Knochenbruch im Fuss, worauf sich sein Meisterschaftsdebüt bis Mitte Dezember verzögerte. Regelmässige Einsätze waren jedoch erst in der Schlussphase der Saison 2018/19 möglich. Umso mehr brennt der 31-Jährige darauf, in der nächsten Spielzeit sein volles Potenzial einbringen zu können.

Welches Fazit ziehst du, zwei Monate nach dem Playoff-Aus, rückblickend auf die Saison 2018/19?
Es gibt viele Schlussfolgerungen, die man aus der vergangenen Saison ziehen kann. Die wichtigste ist jene, dass unser Team stark genug ist, um gegen jeden Gegner in dieser Liga gewinnen zu können. Auf der anderen Seite haben wir es nicht geschafft, während den Playoffs unser ganzes Potenzial entfalten zu können. Das hat mehrere Gründe, und wir müssen diese im Vorfeld der kommenden Saison genau analysieren.

Den Grossteil der Meisterschaft konntest du als designierter Captain wegen deiner langwierigen Fussverletzung nicht direkt ins Spielgeschehen eingreifen und musstest von der Bank aus Einfluss aufs Team nehmen. Wie hast du den plötzlichen Turnaround vom Spieler zum Assistenzcoach bewältigt und worauf hast du während dieser Phase besonderen Wert gelegt?
Der Rollenwechsel vom Spieler zum Assistenztrainer war absolut kein Problem. Ich versuche jeweils auch auf dem Spielfeld, als verlängerter Arm des Coaches zu agieren und hatte deshalb keine Schwierigkeiten, diese Aufgabe auch vom Spielfeldrand aus wahrzunehmen. Ich legte während dieser Phase immer besonderen Wert darauf, eine hohe Intensität sowie ein hohes Mass an Vertrauen zu schaffen und dabei nicht zu vergessen, ab und zu auch ein Lächeln aufzusetzen.

Wie schwierig war die Situation, nicht aktiv auf dem Spielfeld mittun zu können, für dich persönlich, auch auf mentaler Ebene?
Die ersten Wochen und Monate nach der Fraktur waren einfach schrecklich; ich hatte wirklich schlechte Tage. Aber nach einer Weile ging es mir besser, auch weil das Team starke Leistungen zeigte. Das machte es für mich etwas einfacher, zusammen mit der Tatsache, dass ich auch Spass daran hatte, von der Bank aus meinen Teil beizutragen.

Was erwartest du konkret vom Team und von dir selber in der kommenden Saison? In welchen Bereichen gilt es primär anzusetzen, um noch einen weiteren Schritt nach vorne machen zu können?
Da wir in der vergangenen Saison viel an unserem Selbstvertrauen gearbeitet haben, erwarte ich, dass künftig jeder einzelne noch mehr Verantwortung und wir als Team vermehrt die Initiative in den Partien übernehmen können. Wir müssen jeweils einen guten Gameplan erstellen, an uns selbst glauben und uns in jeder Phase gegenseitig unterstützen, um erfolgreich zu sein. Ich persönlich bin bereit, eine starke Leaderrolle einzunehmen und mit viel Engagement auf die zuvor genannten Punkte hinzuarbeiten.

Du hattest nun auch ein Jahr lang Zeit, Uster und seine Region kennenzulernen. Was gefällt dir hier besonders und was ist dir speziell aufgefallen?
Die Region Uster sowie die Menschen hier sind grossartig. Ich schätze auch die perfekte Kombination der nahen Lage zur Natur sowie zur Stadt Zürich.

Wie würdest du die Ustermer respektive Zürcher Oberländer Mentalität beschreiben?
Die Leute sind sehr höflich und freundlich, und ich habe auch festgestellt, dass in der Schweiz allgemein viel Wert auf Traditionen gelegt wird, was in der heutigen Zeit immer seltener der Fall ist. Das gefällt mir.