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Vereinsmitteilung

27.01.2019

Im Powerplay zugeschlagen

Im Powerplay zugeschlagen

Der UHC Uster verschafft sich mit dem 5:4-Auswärtssieg bei den Kloten-Dietlikon Jets eine hervorragende Ausgangslage beim Kampf um einen Playoffplatz für die in zwei Wochen beginnende Schlussetappe der Qualiphase. Wie bereits bei der letzten Begegnung mit den Zürcher Unterländern fiel die Entscheidung erst kurz vor dem Schlusspfiff.

Nicht in der allerletzten Sekunde wie beim Hinrundenspiel im Ustermer Buchholz, sondern diesmal doch ganze 23 Sekunden vor der Schlusssirene verbuchte Niko Juhola im Überzahlspiel den spielentscheidenden Treffer zum 5:4-Sieg in einem spannenden und hart umkämpften Derby-Fight gegen das NLA-Schlusslicht. Bereits acht Minuten zuvor hatte der Finne, ebenfalls im Powerplay, den Ausgleich für die Gäste in der Klotener Ruebisbach-Halle erzielt.

Juhola war auch für die erste grosse Chance der Ustermer zu Spilebeginn besorgt, traf da aber 16 Sekunden nach dem Anpfiff nur die Querlatte hinter Jets-Goalie Patrick Dürst. Ballbesitz und ein möglichst gepflegter Spielaufbau stand bei beiden Teams in der Startminuten an erster Stelle. Gefahr ging hauptsächlich von den gelegentlichen schnellen Kontern der Ustermer aus. Romano Schubiger und Simon Suter sahen ihre Schüsse jedoch von Dürst pariert, während es mehr als die Hälfte des Startdrittels dauerte, bis dessen Gegenüber David Holenstein erstmals ernsthaft eingreifen musste. Die Gäste vermochten dann die erste Powerplay-Gelegenheit zum Führungstreffer zu nutzen, als die Passfolge von Kaapo Savinainen über Juhola zu Torschütze Suter für die Jets etwas zu schnell zelebriert wurde. Aber auch die Zürcher Unterländer wandelten ihr erstes Überzahlspiel gleich in ihren ersten Treffer um: Yannich Jaunin, der kurz zuvor von Marco Klauenbösch über die Bande befördert worden war und beim Sturz auf die Ustermer Spielerbank auch gleich noch die ganze Werbebanner-Verkleidung an der Mauer heruntergerissen hatte, revanchierte sich mit dem Ausgleichstreffer. Dieser kam aus Ustermer Sicht etwas gar unglücklich zustande, weil der Ball in der entsprechenden Szene eigentlich schon fast aus der Gefahrenzone befördert worden war, dann jedoch irgendwie doch noch Jaunin vor die Stockschaufel fiel.

Das Mitteldrittel entwickelte sich dann schnell zu einem intensiv und mit viel Körpereinsatz geführten, offenen Schlagabtausch, wie man in sich bei der Affiche Zürcher Unterland gegen Zürcher Oberland gewohnt ist. Wieder verbuchten die Ustermer den ersten Treffer des Spielabschnitts, als Florian Nideröst auf der linken Seite übers ganze Feld lief und dann dem mitgelaufenen Gabor Büsser den Ball mustergültig auf die Stockschaufel spielte. Letzterer hatte den Platz des nach dem ersten Drittel nicht mehr aufs Spielfeld zurückgekehrten Joel Kanebjörk übernommen. Die Jets erhöhten in der Folge den Druck, so dass Holenstein mehrmals mirakulös parieren musste. In zwei Fällen blieb aber auch der Ustermer Hintermann chancenlos, als man Fabian Zolliker und Michel Wüst jeweils die eine Sekunde zuviel Zeit in der Zone vor dem Tor gab und diese das mit jeweils einem satten Schuss ins Netz auszunutzen wussten.

Und auch im letzten Drittel eröffneten wieder die Zürcher Oberländer das Score. Anjo Urner schloss eine sehenswerte Kombination der Ustermer durch die gegnerische Verteidigung zum 3:3-Ausgleichstreffer ab, worauf die Jets nur wenig mehr als eine Minunte später mit einem schönen Tor Kapps ins hohe Eck zu reagieren wussten. In der Folge musste wiederum Holenstein mehrmal sein Veto gegen den Ausbau der Klotener Führung einlegen; in der 48. Minute rettete gar der Pfosten für den Ustermer Keeper. Aber das Heimteam verpasste es dann auch, eine Zweiminutenstrafe gegen Romano Schubiger auszunutzen. Anders als Juhola, der die Jets-Spieler Jürg Graf und Alireza Tahmasebi mit der Höchststrafe für ihre Vergehen bedachte.

«Der letzte Treffer war etwas glücklich», gab der zweifache Torschütze nach dem Spiel zu. «Aber wir haben uns das Glück heute verdient. Unser Powerplay war sehr gut und wir haben auch einige heikle Phasen im Spiel überstanden, weil wir mental auf der Höhe waren und defensiv eine gute Leistung abgerufen haben.»

Mit dem Sieg gegen die Jets klettern die Ustermer in der Tabelle wieder an Chur und Zug vorbei auf den fünften Rang. Drei Runden vor Schluss beträgt der Abstand auf das neunplatzierte Waldkirch-St. Gallen, das jedoch mit der Nachtragspartie gegen die Hoppers noch ein Spiel mehr auszutragen hat, elf Punkte.

 

Kloten-Bülach Jets : UHC Uster 4:5 (1:1, 2:1, 1:3)

Sporthalle Ruebisbach, Kloten. – Zuschauer: 241. – SR: Preisig/Schädler. – Tore: 15. Suter (Juhola) 0:1. 18. Jaunin (Kapp) 1:1. 26. Büsser (Nideröst) 1:2. 28. Zolliker 2:2. 36. Wüst (Hottinger) 3:2. 43. Urner (Nideröst) 3:3. 44. Kapp (Zolliker) 4:3. 52. Juhola (Bolliger) 4:4. 60. (59:37) Juhola (Bolliger) 4:5. – Strafen: 3 mal 2 Minuten gegen Jets, 2 mal 2 Minuten gegen Uster. – UHC Uster: Holenstein; Bolliger; Aellig; Heierli, Klauenbösch; Ledergerber, Hurni; Savinainen, Juhola, Suter; Kanebjörk, Berweger, Stäubli; Schubiger, Nideröst, Urner; Brütsch, Zimmermann, Kellermüller, Büsser. – 1. (0:16) Lattenschuss Juhola. 48. Pfostenschuss Bregenzer (Jets). 60. (59:37) Timeout Jets. Uster ohne Steiger und Gallati (beide verletzt).