L-UPL: LEHRREICHE TAGE IN UMEA – USTER NIMMT WICHTIGE ERKENNTNISSe AUS DEM SCANDIC CUP MIT
Ein Turnier zwischen Lichtblicken, Lehrgeld und Teambuilding. Der UHC Uster nutzte den Scandic Cup im schwedischen Umeå für vier intensive Testspiele auf internationalem Niveau. Neben der Gelegenheit, sich in den Linien zu entwickeln und an den eigenen Spielprinzipien zu arbeiten, versprach die Reise nach Umeå auch neben dem Feld eine wertvolle Gelegenheit, als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen - und auch die neun “Rookies” endgültig in den Kreis der L-UPL-Mannschaft aufzunehmen.

Torreicher Auftakt gegen RIG Umeå
Zum Turnierauftakt traf Uster auf RIG Umeå, ein Team bestehend aus jungen, aber vielversprechenden Nachwuchstalenten im schwedischen Unihockey. Während der ersten beiden Drittel bekundete die Mannschaft Mühe, richtig ins Spiel zu finden. Defensiv liess man dem Gegner zu viele Möglichkeiten und auch mit Ball fehlte über weite Strecken die gewünschte Konsequenz. Erst im Schlussdrittel zeigte Uster dann endlich ein völlig anderes Gesicht. Mit deutlich mehr Tempo, Entschlossenheit und Spielfreude übernahm das Team endgültig das Kommando und entschied den letzten Abschnitt gleich mit 6:0 für sich. Am Ende resultierte ein torreiches 14:7. Einen besonders gelungenen Einstand feierte dabei Neuverpflichtung Gervasoni. Mit vier Skorerpunkten wusste er offensiv zu überzeugen und sorgte mit einem sehenswert verwandelten Penalty zusätzlich für eines der Highlights der Partie.
Dalen legt Usters Schwächen offen
Im zweiten Gruppenspiel wartete mit IBK Dalen nicht nur der Gastgeber, sondern auch ein Team aus der schwedischen SSL. Gegen den hochklassigen Gegner musste sich Uster mit 2:6 geschlagen geben. Dabei war weniger das Resultat als vielmehr die Art und Weise der Niederlage ärgerlich. Dalen gelang es immer wieder, mit vergleichsweise wenig Aufwand zu gefährlichen Torchancen zu kommen, während die Ustermer für die eigenen Möglichkeiten deutlich mehr Aufwand betreiben mussten. Insbesondere gegen das hohe und aggressive Forechecking der Schweden fand man zu selten die passenden Lösungen. Gleichzeitig schenkte man dem Lokalmatador mit einfachen Fehlern mehrere Gelegenheiten, die ein Team dieser Qualität konsequent auszunutzen wusste.
Dämpfer am Sonntagmorgen
Am Sonntagmorgen stand das dritte und letzte Gruppenspiel gegen IBK Lulea auf dem Programm. Obwohl viele wichtige Akteure der ersten beiden Linien eine wohlverdiente Pause erhielten, war die Ausgangslage klar: Gegen diesen Gegner wollte und musste Uster einen Sieg anstreben. Stattdessen setzte sich jedoch ein bekanntes Muster fort. Erneut kassierte Uster zu viele einfache Gegentore und musste sich schliesslich mit 5:7 geschlagen geben. In diesem letzten Gruppenspiel blieben die Ustermer vieles schuldig und der Auftritt an diesem Sonntagmorgen blieb weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Viel Zeit, der Niederlage nachzutrauern, blieb allerdings nicht. Noch am selben Tag wartete das Finalspiel – und damit erneut Gastgeber IBK Dalen. Klar war: Wollte Uster den Schweden diesmal ernsthaft Paroli bieten, würde es eine deutliche Leistungssteigerung benötigen.
Im Finale ist Dalen eine Nummer zu gross
Diese Leistungssteigerung gelang nur bedingt. Dalen setzte Uster erneut mit seinem hohen Forechecking unter Druck und zwang die Mannschaft immer wieder zu Fehlern im Spielaufbau. Wie bereits im Gruppenspiel fand Uster zu selten saubere Lösungen, um sich kontrolliert aus der eigenen Zone zu befreien und selbst längere Druckphasen aufzubauen. Auf der anderen Seite kam Dalen wiederum zu einfach zu seinen Chancen und zeigte sich im Abschluss effizient. Am Ende fiel die Niederlage mit 3:10 deutlich aus. Dass die Ustermer bereits ein Spiel in den Beinen hatten, während Dalen ohne vorherige Partie in den Final starten konnte, dürfte sich sowohl körperlich als auch mental bemerkbar gemacht haben. Als alleinige Erklärung für das Resultat konnte dies jedoch nicht herhalten. Über die gesamte Partie hinweg gelang es Uster nicht, jene Leistung auf das Feld zu bringen, die gegen einen Gegner dieser Qualität notwendig gewesen wäre.
Wertvolle Tage auch neben dem Spielfeld
Trotz der sportlich durchzogenen Bilanz bleibt von der Reise nach Umeå weit mehr als nur die nackten Resultate. Mehrere gemeinsame Tage fernab des gewohnten Trainingsalltags boten der Mannschaft eine ideale Gelegenheit, sich auch neben dem Feld besser kennenzulernen und als Team weiter zusammenzuwachsen. Einen festen Platz in der Mannschaft haben zudem nun auch die neun Rookies: Nach ihrer traditionellen Taufe wurden sie nun auch ganz offiziell in die Reihen der L-UPL-Mannschaft des UHC Uster aufgenommen.









