Herren NLA
23.02.2020

NLA: Uster legt in der Playoutserie gegen Sarnen vor

Der UHC Uster war klar das bessere Team bei diesem ersten Aufeinandertreffen mit Ad Astra Sarnen in der Playoutserie gegen die Innerschweizer. Der zu knappe 3:2-Sieg war der wiederum nicht optimalen Chancenauswertung geschuldet.

Der UHC Uster war klar das bessere Team bei diesem ersten Aufeinandertreffen mit Ad Astra Sarnen in der Playoutserie gegen die Innerschweizer. Der zu knappe 3:2-Sieg war der wiederum nicht optimalen Chancenauswertung geschuldet.

Der UHC Uster war von Beginn an die aktivere und torgefährlichere Mannschaft an diesem Abend. Aber Romano Schubiger und Markus Kulmala, beide in der dritten Spielminute, verzogen aus bester Position. Auf sehr unglückliche Art und Weise für die Zürcher Oberländer fiel stattdessen dann drei Minuten später der Führungstreffer für die Gäste. UHCU-Keeper Janik Feiner und Romano Schubiger irritierten sich gegenseitig beim Versuch, den Ball unter Kontrolle zu bringen; dieser rollte letzlich Ad-Astra-Captain Roman Schöni vor die Schaufel, der problemlos einnetzen konnte. Doch die Ustermer liessen sich nicht aus dem Konzept bringen und setzten ihre offensiven Bemühungen fort. In Minute 15 wanderten mit Sarnens Cornel von Wyl und Usters Florian Bolliger innerhalb von 29 Sekunden zwei Spieler auf die Strafbank. Auch das Spiel mit je einem Mann weniger fand vor allem in der Sarner Spielhälfte statt. Simon Beerli setzte mit einer schnellen Drehung seinen Gegenspieler ausser Gefecht und passte quer zum freistehenden Niko Juhola, der den verdienten Ausgleich besorgte. Da Cornel von Wyls Strafe genau eine Sekunde zuvor abgelaufen war, handelte es sich beim Treffer des finnischen UHCU-Topscorers offiziell um einen Shorthander. Glück hatten die Innerschweizer, als wenig später der von der Strafbank zurückkehrende Bolliger beinahe einen Befreiungsschlag von Marco Klauenbösch erlaufen konnnte.

Die Ustermer vermochten den Druck auf die Obwaldner im Mitteldrittel noch zu intensivieren. Teilweise bekamen die 265 Zuschauer Powerplay bei fünf gegen fünf zu sehen. Zu kritisieren gab es aus Zürcher Oberländer Sicht nur, dass lediglich ein einziger Treffer aus dieser spielerischen Überlegenheit resultierte. In der 30. Minute setzte sich Beerli vor dem Sarner Torraum im Zweikampf wiederum gegen seinen Gegenspieler durch und lancierte Timon Stäubli, der trocken zum Ustermer Führungstreffer ins weite hohe Eck abschloss. Feiner hatte mit den vier jeweils aus einiger Entfernung abgegebenen Torschüssen der Innerschweizer in diesem zweiten Drittel wenig Mühe, und den wirklich gefährlichen Abschluss von Basil von Wyl entschärfte der UHCU-Keeper mit einem tollen Reflex. Den dritten Ustermer Treffer hatte dann 18 Sekunden vor der Pausensirene wiederum Stäubli auf dem Stock, schlug jedoch über den von Juhola zugespielten Ball.

Angesichts der spielerischen Überlegenheit der Ustermer kam es dann im Schlussdrittel knüppeldick für das Heimteam. Nach einem Rencontre im Zweikampf zwischen Juhola und Ad-Astra-Verteidiger Jaska Kunelius schickten die Referees erstaunlicherweise nur den Uster-Finnen auf die Strafbank, dies auch noch mit einer zusätzlichen persönlichen Zehnminutenstrafe. Und tatsächlich: Die Innerschweizer vermochten durch ihren Topscorer Robin Markström die Überzahl zum 2:2-Ausgleich zu nutzen. Aber auch von diesem Rückschlag liess sich das Heimteam nicht aus der Bahn werfen. Sechs Minuten vor der Schlusssirene konnte Schubiger im Mittelfeld den Ball erobern und entschloss sich beim Lauf auf Sarnen-Keeper Britschgi dafür, weder rechts noch links zu einem mitlaufenden Kollegen zu passen, sondern gleich selber zum erneuten Führungstreffer einzuschiessen. Danach übten die Zürcher Oberänder wieder die Kontrolle über das Spiel aus und waren meist in Ballbesitz, so dass die Gäste erst gut 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzen konnten. Zu spät, um die Ustermer nochmals in Bedrängnis zu bringen.

«Spielerisch waren wir besser als Sarnen, haben auch viele Chancen kreiert, aber halt wieder zuwenig Tore geschossen und es dem Gegner erlaubt, resultatmässig dranzubleiben», so der an diesem Abend mit viel offensivem wie auch defensivem Einsatz aufgefallene Simon Beerli nach der Partie. «Wir müssen weiter an unserer Toreffizienz arbeiten. Unser Captain Joel Kanebjörk hat in der zweiten Drittelspause gesagt, dass jeder einzelne von uns die Verantwortung übernehmen muss, um ein Tor erzielen zu wollen. Genau das ist der Weg, um diese Serie schnellstmöglich zu beenden.»

 

UHC Uster – Ad Astra Sarnen 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

Buchholz, Uster. –265 Zuschauer. – SR: Röder/Anderegg. – Tore: 6. R. Schöni (M. Schöni) 0:1. 17. Juhola (Beerli) 1:1. 30. Stäubli (Beerli) 2:1. 50. Markström (Dubacher) 2:2. 54. Schubiger 3:2. – Strafen: 2 mal 2 Minuten plus 1 x 10 Minuten (Juhola) gegen Uster, 1 mal 2 Minuten gegen Sarnen. – UHC Uster: Feiner; Heierli, Klauenbösch; Bolliger, Steiger; Hurni, Kanebjörk; Schubiger, Kulmala, Suter; Beerli, Juhola, Stäubli; Gallati, Berweger, Urner; Brütsch, Wüst, Schläpfer, Kellermüller, Büsser, Zimmermann. – 59. Timeout Sarnen. Sarnen ab 59:37 ohne Torhüter. Uster ohne Ledergerber (verletzt).

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