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Herren NLA

28.09.2019

NLA: Wichtiger Auswärtssieg in Thun

Nach der 6:9-Niederlage gegen Köniz erlebt der UHC Uster das zweite Offensivspektakel in Wochenfrist, behält diesmal aber das bessere Ende für sich. Die Zürcher Oberländer setzen sich in der Thuner MUR-Halle mit 11:8 durch.

Böse Erinnerungen weckte die Startphase der Partie. Die Ustermer liessen sich vom schnellen Spiel der Thunern wie am vergangenen Sonntag zu Hause gegen Köniz überfahren und lagen nach knapp vier Minuten bereits 0:2 in Rückstand. Der grosse Negativaspekt des ersten Drittels: die Naivität in der Ustermer Defensivarbeit, die es den Thunern ermöglichte, in den ersten 20 Minuten relativ einfach zu fünf Toren zu kommen. Jedes Mal konnte ein Spieler der Heimmannschaft in der gefährlichen Zone vor dem Tor nahezu unbedrängt zum Abschluss ansetzen und sich die Ecke des Gehäuses aussuchen, in die er den Ball am unglücklichen Nicola Brütsch vorbei einnetzen wollte. Glücklicherweise gab es aus Zürcher Oberländer Sicht in diesem ersten Spielabschnitt auch einen positiven Faktor: die Offensivlinie mit Topscorer Niko Juhola, Simon Suter und Center Simon Beerli, die mit teils sehr sehenswerten direkten Passfolgen inklusive Abschluss ihrerseits die Thuner Verteidigung mehrmals alt aussehen liessen und es immerhin auch auf vier Treffer brachte. Drei davon inklusive das fünfte Berner Oberländer Tor fielen in den beiden Schlussminuten vor der ersten Pause innerhalb von 46 Sekunden. Suter liess sich dabei einen lupenreinen Hattrick gutschreiben.

Wer nun dachte, die Ansprachen der Trainer in der Kabine mit der mutmasslichen Forderung nach mehr defensiver Achtsamkeit würde das Spiel etwas beruhigen, irrte sich. Im zweiten Drittel wurde mit der selben Kadenz nachgelegt; beide Teams agierten offensiv und suchten den schnellen Abschluss. Innerhalb der ersten viereinhalb Minuten fielen weitere drei Treffer, wobei sich nun die Qualität im Ustermer Team auch resultatmässig bemerkbar zu machen begann. In der 27. Minuten brachte Marco Klauenbösch die Gäste mit einem satten Schuss erstmals in Führung, woraufhin eine aussergewöhnliche lange Torflaute von sieben Minuten folgte. Den Thuner Ausgleich durch Topscorer David Šimek, der von einer Tändelei in der Ustermer Hintermannschaft profitierte, beantwortete nur 17 Sekunden später Romano Schubiger, der seinerseits einem Thuner Spieler auf Höhe Mittellinie den Ball hatte abluchsen können. Dank Suters viertem Treffer ging man mit einem Zweitorevorsprung in die zweite Pause.

Nachdem Suter früh im letzten Spielabschnitt neuerlich eine wunderschöne direkte Passfolge über die Stationen Beerli und Juhola erfolgreich zum Stängeli abschliessen konnte, schafften es die Zürcher Oberländer, das Spiel etwas zu beruhigen, indem sie dem Ballbesitz mehr Sorge trugen. Die Thuner benötigten eine Bankstrafe gegen Klauenbösch (Anheben des Stocks), um nochmals auf zwei Tore heranzukommen. In der Folge benötigte es zwei Glanzparaden von Brütsch gegen Kevin Widmer und den vierfachen Thuner Torschützen Šimek, damit es in der MUR-Halle nicht nochmals allzu spannend wurde. Zum Abschluss erzielte Markus Kulmala noch den elften Ustermer Treffer ins leere Tor.

 

UHC Thun – UHC Uster 8:11 (5:4, 2:5, 1:2)

MUR-Halle, Thun. – 213 Zuschauer. – SR: Geissbühler/Schmocker. – Tore: 2. Scheuner (Ammann) 1:0. 4. Y. Bärtschi (Ammann) 2:0. 6. Steiger (Juhola) 2:1. 14. Šimek (Götti) 3:1. 18. Šimek (L. Feiner) 4:1. 19. (18:31) Suter (Juhola) 4:2. 19. (18:56) Ammann (Wüthrich) 5:2. 20. (19:04) Suter (Beerli) 5:3. 20. (19:17) Suter (Juhola) 5:4. 22. (21:28) Schubiger (Stäubli) 5:5. 23. (22:07) Ammann (Wüthrich) 6:5. 25. Juhola (Beerli) 6:6. 27. Klauenbösch (Kulmala) 6:7. 34. (33:42) Šimek (Řehoř) 7:7. 34. (33:59) Schubiger 7:8. 38. Suter (Beerli) 7:9. 44. Suter (Juhola) 7:10. 54. Šimek (Řehoř) 8:10. 60. (59:39) Kulmala 8:11. – Strafen: keine gegen Thun, 1 mal 2 Minuten gegen Uster. – UHC Uster: Brütsch; Heierli, Klauenbösch; Bolliger, Steiger; Wüst, Gallati; Schubiger, Berweger, Stäubli; Beerli, Juhola, Suter; Schläpfer, Kulmala, Urner; J. Feiner, Helbling, Zimmermann. – 58. Timeout Uster. Thun ab 58:20 bei eigenem Ballbesitz ohne Torhüter. 60. (59:32) Timeout Thun. Uster ohne Hurni, Ledergerber, Büsser und Kanebjörk (alle verletzt/geschont).