L-UPL: DER UHC USTER SPIELT PLAYOFFS
Spektakelgarantie gesucht? Schauen Sie sich die Spiele des UHC Uster an. Aber Achtung: Es besteht derzeit die Gefahr einer veritablen Überdosis … Mit dem 10:9-Erfolg gegen Alligator Malans entscheidet der UHC Uster trotz eines massiven Hängers im Mitteldrittel mit tüchtiger Mithilfe seiner Schweden-Power auch die dritte Partie in Serie mit der knappsten aller Tordifferenzen für sich. Als Bonus qualifizieren sich die Zürcher Oberländer dank der gleichzeitigen Niederlagen von Basel Regio und den Zürcher Grasshoppers bereits vier Runden vor Abschluss der Quali für die Playoffs.
Kurz vor Ablauf der 51. Spielminute lancierte Usters Topscorer Johannes Wilhelmsson mit seinem Weitschuss auf Freistoss-Zuspiel Ted Nivestams zum 6:7-Anschlusstreffer die furiose Schlussphase der Partie gegen Alligator Malans. Nicht von ungefähr waren die beiden UHCU-Akteure mit schwedischem Pass in diesen wichtigen Treffer involviert: Das bereits in den bisherigen Partien des neuen Jahres imponierend aufspielende Duo scheint gerade richtig zur Playoffzeit hin auf sein Top-Niveau hinzusteuern. Von den schlussendlich 20 Zürcher Oberländer Scorerpunkten in dieser Partie gingen nicht weniger als elf auf das Konto von Wilhelmsson (3 Tore, 2 Assists) und Nivestam (2 Tore, 4 Assists). Kommt hinzu, dass weitere sieben Scorerpunkte auf deren Linienpartner Daniels Jānis Anis (2/1), Yves Klöti (1/1), Timo Renner (1/0) und Jhonan Meier (0/1) entfielen. Das Auflaufen Renners (die ersten beiden Drittel, L-UPL-Premierentreffer) und Meiers (drittes Drittel, nach Reduktion auf zwei Linien beim UHC Uster) in der üblicherweise personell fixen zweiten Linie war auf eine Sperre Timon Andereggs im Nachgang zum Basel-Spiel wegen eines als Absicht taxierten hohen Stocks gegen einen Basler Akteur zurückzuführen.
Doch zurück in die Schlussminuten der von 428 Zuschauern im Buchholz verfolgten Heimpartie gegen Malans: Zwar stellte Martin Šindelář 42 Sekunden nach Wilhelmssons Treffer den Zwei-Tore-Abstand wieder her, doch dauerte es dann auch nur gerade weitere 66 Sekunden, bis Anis den Ball aus engem Winkel zum erneuten Anschlusstor im Netzhimmel versenkte. Knapp fünf Minuten vor der Sirene gestanden die Gäste den Zürcher Oberländern einen Freistoss direkt vor dem Torraum zu: Nivestam verwertete den kurzen Querpass Wilhelmssons durch die etwas indisponiert gestellte Malanser Mauer zum 8:8-Ausgleichstreffer. Wenig später brachte Mauro Hartmann seine Alligatoren zusätzlich in Bedrängnis, indem er nach einer unnötig harten Intervention gegen Jean-Luc Klöti auf die Strafbank wanderte. Angesichts der gegenwärtigen Ustermer Powerplay-Stärke alles andere als klug, hatte das Heimteam doch auch in diesem Spiel bereits wieder zweimal in Überzahl reüssiert. Und tatsächlich brachte Wilhelmsson kurz vor Ablauf der viertletzten Spielminute mit einem satten Schuss sein Team erstmals seit dem Bündner 4:4-Ausgleichstreffer im zweiten Drittel wieder in Front.
Die Alligatoren reagierten nach Unihockey-Handbuch mit einem Timeout und dem Einsatz eines sechsten Feldspielers anstelle von Keeper Daniel Münger – und hatten damit tatsächlich Erfolg Anderthalb Minuten vor der Sirene erzielte Šindelář mit einem Onetimer den erneuten Ausgleich. Während sich ein Grossteil der Zuschauer danach wohl schon auf die Overtime einstellten, lancierten die im Strichkampf dringend auf Punkte angewiesenen Alligatoren in der Schlussminute nochmals einen vielversprechenden Angriff. Doch nicht genug, dass Brütsch den Abschluss des Malanser Captains Dan Hartmann zu parieren vermochte: Der Ball fand in der Folge den Weg zu Meier, der einen überlegten Pass Richtung Anis in den Bündner Torraum spielte, wo sich der Lette im Stockduell gegen Rasmus Enström durchsetzte und 16 Sekunden vor der Sirene doch noch in der regulären Spielzeit den lautstark bejubelten Siegtreffer markierte.
Dass es in dieser Partie überhaupt zum beschriebenen Finale Furioso kam, lag daran, dass die Ustermer nach einer 4:2-Führung zur ersten Pause in dem von vielen Strafminuten gekennzeichneten Mitteldrittel überhaupt nicht auf Touren gekommen waren und von den Alligatoren zeitweise schwer unter Druck gesetzt wurden. Die Zürcher Oberländer hatten zudem einen wegen hohen Stocks aberkannten Treffer von Anis zu beklagen, in dessen direkter Folge Colin Sprecher und Stephan Schuler wegen eines Rencontres zwischen dem Letten und Samuel Volkart sowie einer Teamstrafe gegen die Gäste infolge Reklamierens nicht weniger als sechs Strafminuten verteilten. Im folgenden Powerplay hatte Uster die einzige wirklich gute Phase dieses Spielabschnitts, doch blieb es bei einem Lattenknaller Nivestams, weil Münger Chancen von Josia Pfister und Yves Klöti zu vereiteln vermochte. Zwar ging das Drittel mit 1:4 verloren, doch hätte es angesichts der Tatsache, dass man kurz vor der Pause noch eine zweiminütige Unterzahl überstehen musste, noch schlimmer kommen können.
Während die Bündner mit dieser Niederlage weiterhin auf Tabellenplatz 10 mit drei Punkten Rückstand auf den Strich sitzen bleiben, durften die Ustermer gut eine Stunde nach Spielschluss zur grossen Playoff-Party starten: Nachdem die Tiger Langnau Basel Regio mit 9:1 demontiert und die Zürcher Grasshoppers zu Hause 1:2 gegen Tabellenschlusslicht WASA St. Gallen verloren haben, können die derzeit sechstplatzierten Zürcher Oberländer mit 13 Zählern Abstand zum Strich in den verbleibenden vier Qualirunden nicht mehr von einem Playoffplatz verdrängt werden.
UHC Uster – UHC Alligator Malans 10:9 (4:2, 1:4, 5:3)
Buchholz, Uster. – Z: 428. – SR: Sprecher/Schuler. – Tore: 2. (1:14) Britt (Ainola) 0:1. 2. (1:33) Wilhelmsson (Anis) 1:1. 7. Renner (Nivestam) 2:1. 11. (10:05) Y. Klöti (Nivestam) 3:1. 12. (11:02) Felix (Šindelář) 3:2. 17. Nivestam (Wilhelmsson) 4:2. 21. Britt (M. Hartmann) 4:3. 24. M. Hartmann (D. Hartmann) 4:4. 25. Britt (D. Hartmann) 4:5. 34. D. Hartmann (Britt) 4:6. 36. Koskinen (Meier) 5:6. 48. Dan Hartmann 5:7. 51. (50:57) Wilhelmsson (Nivestam) 6:7. 52. (51:39) Šindelář (Felix) 6:8. 53. Anis (Y. Klöti) 7:8. 55. Nivestam (Wilhelmsson) 8:8. 57. Wilhelmsson (Nivestam) 9:8. 59. Šindelář (M. Hartmann) 9:9. 60. (59:44) Anis (Meier) 10:9. − Strafen: 2 mal 2 Minuten plus 1 x 10 Minuten (Arnet, unsportliches Benehmen) gegen Uster, 6 mal 2 Minuten gegen Malans. – Uster: Brütsch; Murer, J.-L. Klöti; Nivestam, Renner; Ledergerber, Meier; Pfister, Koskinen, Karlsson; Y. Klöti, Wilhelmsson, Anis; Burkhart, Arnet, Knüsel; Andersson, Günthard, Hug, Schmid. – 11. Pfostenschuss Arnet. 14. Lattenschuss D. Hartmann (Malans). 30. (29:09) Tor von Anis wegen hohen Stocks aberkannt. 30. (29:50) Lattenschuss Nivestam. 48. Pfostenschuss Koskinen. 57. Timeout Malans. Malans von 57:09 bis 58:25 sowie ab 59:44 bei eigenem Ballbesitz mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters. Uster ohne Anderegg (gesperrt) sowie Franzen, Hänseler und Fischer (alle verletzt). Nivestam zum Ustermer Best Player gewählt.
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