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Herren NLA

23.11.2019

NLA: Aufholjagd nicht belohnt

Der UHC Uster unterliegt dem Meister SV Wiler Ersigen 3:6. Das Buchholzteam wurde für einen beherzten Auftritt schlecht belohnt.  

«Das erste Drittel machte den Unterschied», sagte Raphael Berweger nach dem Spiel im Platzinterview. Auf die Frage, was die Buchholztruppe mitnehmen könne, meinte Berweger, dass «das Kämpferische und die Intensität gestimmt hat.» Der Stürmer trug zwar mit zwei persönlichen Treffern die Wahl zum Best-Player davon. So richtig freuen mochte er sich darüber aber nicht, mussten die Ustermer doch einmal mehr als Verlierer vom Feld.

Das Spiel liess sich gar nicht nach dem Gusto der Mehrheit der 850 Zuschauer an. Alder brachte den Meister bereits nach drei Minuten in Front. Und keine drei Minuten später schloss Ziehli einen schnellen Konter zum 2:0 ab. Die Platzherren fanden dann aber besser ins Spiel. Schubigers präziser Schuss liess den Ustermer Anhang erstmals jubeln (8.). Die Hoffnung auf ein ausgeglichenes Startdrittel konnten die Zürcher Oberländer allerdings nicht lange aufrechterhalten; sie mussten in der 13. Minute gleich eine Doppelpackung einstecken. Innerhalb von wenigen Sekunden gelang den Bernern zwei aus Ustermer Sicht vermeidbare Treffer. Zuerst liess Torhüter Feiner, der sonst eine tadellose Leistung zeigte, einen Ball passieren und nur elf Sekunden später brachte Schubiger, vom Gegner arg bedrängt, den Ball nicht unter Kontrolle und musste zusehen, wie Rentsch die Kugel über die Linie bugsierte. Berweger mit einem Schuss aus der Distanz verringerte aber den Rückstand kurze Zeit später auf 2:4 (14.). Ein intensives und temporeiches Drittel ging ohne weitere Tore zu Ende.

Im zweiten Drittel wussten die Ustermer von Beginn weg zu gefallen. Sie zeigten sich kämpferisch und erarbeiteten sich ein Chancenplus. Kellermüller und Stäubli scheiterten aus aussichtsreicher Position. Dem Heimteam fehlte die letzte Konsequenz, um einen weiteren Treffer zu bejubeln. Bis Berweger in der 32. Minute allein vor Torhüter Menetrey auftauchte und diesem keine Chance liess. Das 3:4-Anschlusstor war der verdiente Lohn für eine engagierte und beherzte Leistung. Als das Heimteam kurze Zeit später eine Wiler-Überzahl unbeschadet überstand, spürte man, dass der Meister an diesem Abend kein unüberwindbarer Gegner sein würde.

In den letzten 20 Minuten änderte sich das Spielgeschehen kaum. Uster investierte viel, war aufsässig, kämpfte um jeden Ball und blieb öfters in Ballbesitz. Tore aber fielen vorerst keine. Wiler beschränkte sich primär aufs Kontern, blieb damit aber gefährlich. Keeper Feiner hielt seine Mannschaft mehr als einmal mit einem sehenswerten Save im Spiel. Zwei Minuten vor Spielende entschied Werner, der den erkrankten Heinonen als Headcoach vertrat, alles auf eine Karte zu setzen. Er ersetzte Torhüter Feiner durch einen sechsten Feldspieler. Allerdings blieben die Ustermer in dieser Phase zu ungestüm und konnten keinen Abschluss landen, der die Wilener in ernsthafte Bedrängnis brachte. Im Gegenteil: Väänänen und Pylsy mit ihren Treffern ins leere Tor machten alles klar.

Die Ustermer müssen sich vorwerfen lassen, im ersten Drittel nicht bereit und im Abschluss, besonders in der Überzahl, zu wenig effizient gewesen zu sein. Damit schliessen sie die Vorrunde am Ende des Mittelfelds ab. Zuletzt reihte man unglückliche und knappe Niederlagen aneinander. Wollen die Zürcher Oberländer ihre Chancen auf einen Playoffplatz wahren, müssen sie dafür sorgen, dass sie bis zur Weihnachtspause ihr Punktekonto gehörig aufbessern können.

 

UHC Uster – SV Wiler Ersigen 3:6 (2:4, 1:0, 0:2)

Buchholz Uster. − 851 Zuschauer. − SR: Schläpfer/Fässler. − Tore: 3. Alder (N. Mutter) 0:1. 6. Ziehli (Louis) 0:2. 9. Schubiger (Klauenbösch) 1:2. 13. Pylsy (Hofbauer) 1:3. 14. Rentsch 1:4. 14. Berweger (Beerli) 2:4. 32. Berweger (Steiger) 3:4. 59. (58:26) Väänänen (ins leere Tor) 3:5. 59 (58:56). Pylsy (ins leere Tor) 3:6. − Strafen: 2 x 2 Minuten für Uster, 2x2 Minuten für Wiler-Ersigen. − UHC Uster: Feiner; Bolliger, Klauenbösch; Hurni, Steiger; Wüest, Kanebjörk; Schubiger, Kulmala, Stäubli; Beerli, Berweger, Suter; Gallati, Kellermüller, Urner; Brütsch, Büsser, Schläpfer, Zimmermann, Klöti, Schmid. − Uster ohne Heierli, Juhola und Ledergerber (alle verletzt) und ohne Coach Heinonen (krank). 59. (58:06) Timeout Uster, danach Uster bis 58:56 bei Ballbesitz ohne Torhüter. Best Player R. Berweger (Uster) und M. Rentsch (Wiler)

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